Bild: Ein Sommernachtstraum - Theater Meißen
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Information zur Veranstaltung

Ein Sommernachtstraum
Komödie von William Shakespeare

Dieses grandiose, bis heute aktuell gebliebene Stück thematisiert zwei archetypische Menschheitserfahrungen: den Krieg und die Liebe. Es geht um den Krieg zwischen Völkern und Kulturen, den Krieg der Geschlechter, den Krieg der Elemente – und dessen Kehrseite, der Sehnsucht nach Harmonie, Einklang und Liebe.

Die gewalttätige Eroberung und Domestizierung der aus fremden Kulturen stammmenden Amazonenkönigin Hippolyta durch den griechischen Herrscher Theseus wird verknüpft mit den Liebesverwirrungen zweier junger Paare, dem Streit des Herrscherpaares der Elfenwelt Oberon und Titania, der globale Naturkatastrophen auslöst, und der Arbeit der Handwerker an der antiken Liebestragödie von Pyramus und Thisbe, einem Spiel auf Leben und Tod.

Das Stück ist ebenso Tragödie wie Komödie, Romanze, Rüpelposse und Parodie.

In vier Nächten, die zu einer einzigen langen Nacht verschmelzen, wird die Liebe, jeder gesellschaftlichen Normative entledigt, selbst zum Versuchsfeld. Die jungen Paare aus der Upper-class, die Arbeiter und die Herrscher werden ihr gleichermaßen unterworfen und durchleben Liebe in ihren verschiedensten Spielarten, in ihren Abgründen, Identitätswechseln, im mörderischen Kampf, tiefstem Schmerz und höchstem Genuß. Wenn am Ende der Nacht der Krieg der Geschlechter und der Elemente vorerst ein Ende findet, scheint die Ordnung in Natur und Gesellschaft wieder hergestellt. Sie wird mit einem prachtvollen Hochzeitsfest rituell besiegelt, wobei die antike Tragödie von Pyramus und Thisbe im Spiel der Handwerker die Fragilität der erreichten Harmonie parodistisch erinnert und kommentiert. Der utopische Wunsch nach Frieden in Natur und Gesellschaft, von Oberon in Form eines Segens ausgesprochen, beendet das Spiel.