Bild: Eine Frau ohne Namen - Theater Krefeld Mönchengladbach
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Information zur Veranstaltung

Ballett von Robert North
Musik von Howard Blake {*1938}

Eine Frau, der wir vielleicht auf der Straße, im Café oder im Kino zufällig begeg- nen, ist die namenlose Protagonistin in dem neuen Handlungsballett von Ballettdirek- tor Robert North. Beispielhaft für alle Frauen, die ihr Leben bewusst gestalten und Sinn und Erfüllung darin finden, stellt North ‚eine Frau ohne Namen’ in den Fokus seiner Choreografie und kreiert so auf feinfühlige und besonnene Weise ein tänzerisches Plädoyer für Selbstbe- stimmung und Individualität – unabhängig vom Geschlecht. Einfühlsam entwickelt er ihre Lebensgeschichte, beginnend mit der symbolischen Ge- burt: Ein Mädchen tritt in den Kreis des Lebens, wächst heran, verliebt sich. Das junge Paar heiratet, Kinder kommen zur Welt. Familiäres Glück geht einher mit beruflichem Erfolg: Die Frau ist eine kreative und fantasievolle Autorin. So tanzt sie durchs Leben, Jahr um Jahr verrinnt. Am Ende stirbt die Frau ohne Namen in den Armen ihres Mannes – und findet sich im Jenseits wieder, vom Chor der Engel fröhlich willkommen geheißen. Durch diesen spirituell überhöhten, abstrahierten Kontext schließt Norths Geschichte augenzwinkernd mit einem Happy End.

Die Musik zu Eine Frau ohne Namen komponierte Howard Blake, der vor allem durch Filmmusiken, u. a. zu dem weltbekannten Animationsfilm The Snowman, in seiner Heimat Großbritannien, aber auch international bekannt wurde. Seit vielen Jahren verbindet ihn eine freundschaftliche Zusammenarbeit mit Robert North: So entstand 1996 im Auftrag des Göteborger Opernhauses das Ballett Eva, welches nun nach gründlicher Revision unter dem neuen Titel Eine Frau ohne Namen am Theater Krefeld und Mönchengladbach vorgestellt wird.

Howard Blake schrieb eine Partitur im klassischen Stil für großes Sinfonieorchester mit Solovioline, die sich in Prolog und zwei Akte (Das Leben einer Frau /Tod und Jenseits) gliedert. Durch Einsatz der menschlichen Stimme erweitert Blake zudem die Ausdrucksmöglichkeiten noch: Eine Sopranistin und der gemischte Chor bilden eine zusätzliche musikalische Ebene, die an die Struktur eines Oratoriums erinnert.