Bild: Ensemble FisFüz
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Das Oriental Jazz Trio ensemble FisFüz widmet sich in seinem neuen Programm und auf seiner neuen CD "Bonsai - 20 years of oriental jazz" noch einmal den wichtigsten Stationen seiner gemeinsamen musikalischen Reise – mit größter Hingabe und einer 20 jährigen Reife. Die besten Stücke aus den vergangenen zwei Jahrzehnten Bandgeschichte und aus acht verschiedenen Produktionen hat das Trio neu arrangiert. Ein wohl ausgewählter bunter Querschnitt von Rhythmen und Melodien aus dem Werk des Ensembles präsentiert sich den Hörern in einem frischen Gewand.

Das Ensemble tourt seit seiner Entstehung quer durch die Welt - in und außerhalb Europas. Dabei sammelt es musikalische Inspirationen, in Ländern wie Nordafrika, Sudan, Irak, Iran, Jordanien und Korea ganz neue Erfahrungen und taucht mit Respekt und Einfühlungsvermögen in andere Kulturen ein. In 20 Jahren gemeinsamen Schaffens hat das Trio eine individuelle Tonsprache entwickelt, die zu einem unverwechselbaren Sound geworden ist - mit Klarinette, Oud und Perkussion, im Zusammenspiel fast zum Klang eines einzigen Instruments verschmolzen. Dadurch hebt es sich von vielen anderen Weltmusik-Ensembles ab.

FisFüz als Ganzes blieb stets authentisch, jeder einzelne schöpft aus seinen musikalischen und kulturellen Wurzeln und gemeinsam brechen sie zu Neuem auf.

Annette Maye, Jazzklarinettistin, ist mittlerweile weit über das Genre hinaus als führende und virtuose Weltmusik-Klarinettistin anerkannt und kann mühelos in unterschiedliche Stilistiken eintauchen. Der türkische Oud- und Gitarrenspieler Gürkan Balkan hat in Istanbul traditionelle türkische klassische Musik sowie Komposition studiert, er arrangiert und bearbeitet profund das türkische Repertoire. Der Percussionist Murat Coskun transportiert als "Deutsch-Türke" die eigene biografische Erfahrung und den Brückenschlag zwischen Kulturen und Religionen in seine Musik und stellt gelebte "Cross-Culture" dar.

Dass das deutsch-türkische Trio sich nicht nur auf eine Stilistik beschränkt, haben die drei Musiker in den vergangenen 20 Jahren zu Genüge bewiesen: Mit größter Leichtigkeit und einer leidenschaftlichen Liebe zum Instrument durchstreiften sie in ihren Eigenkompositionen über den Bosporus kommend den gesamten Mittelmeerraum bis nach Andalusien, gelangten vom Sudan über Korea bis in die Weiten Persiens und machten gelungene Ausflüge in die Klassik und Barockmusik.