Bild: Der Kontrabaß - Ernst Konarek - Theaterhaus Stuttgart
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Information zur Veranstaltung

»Das Stück Kontrabass schrieb ich im Sommer 1980. Es geht darin um das Dasein eines Mannes in seinem kleinen Zimmer. Ich konnte bei der Abfassung insofern auf eigene Erfahrung zurückgreifen, als auch ich den größten Teil meines Lebens in immer kleiner werdenden Zimmern verbringe, die zu verlassen mir immer schwerer fällt. Ich hoffe aber, eines Tages ein Zimmer zu finden, das so klein ist und mich so eng umschließt, dass es sich beim Verlassen von selbst mitnimmt. In einem so gearteten Zimmer will ich dann versuchen, ein Zwei-Personen-Stück zu schreiben, das in mehreren Zimmern spielt.« (Patrick Süskind)
 
Er hasst Wagner, unterschlägt gerne mal aus Rache ein paar Noten, findet Dirigenten überflüssig und kämpft mittels Bier gegen den Feuchtigkeitsverlust und den Orchesterfrust: er, der pensionierte Kontrabassist, einstmals drittes Pult, das "Tutti-Schwein", erklärt gerne sein Instrument, erläutert (grauenhafte) Kontrabass-Soli via Plattenspieler und ist zu allem Überfluss auch noch gebeutelt von einer unerfüllten Liebe zu der Sängerin Sarah. Schuld an seiner Misere - wie sollte es anders sein - war und ist das größte, unhandlichste und unsolistischste Instrument, das ihm zur einzigen Orientierung geworden ist und dem er in Hassliebe verbunden bleibt.
 
Das berühmte Werk von Bestsellerautor Patrick Süskind, u.a. Autor des Welterfolgs „Das Parfüm“, ist seit seiner Uraufführung 1981 einer der erfolgreichsten Monologe auf deutschen Bühnen. Etwas, was kein Komponist je geschrieben hat, ein furioses Solostück für einen Kontrabass nämlich und gleichzeitig ein tiefer Einblick in ein höchst fragiles Seelenleben.