FÜR IHRE SICHERHEIT
Zu Ihrer Sicherheit und der weiteren Eindämmung des Coronavirus finden alle Veranstaltungen unter Einhaltung der aktuellen gesetzlichen Vorschriften statt: Die jeweiligen Veranstalterinnen und Veranstalter tragen Sorge, dass die Hygienemaßnahmen stets überwacht und eingehalten werden.
Bild: Erstes Deutsches Zwangsensemble - Die letzte Tour

Derzeit sind keine Tickets für Erstes Deutsches Zwangsensemble - Die letzte Tour im Verkauf.

* Angaben sind erforderlich

Information zur Veranstaltung

Die drei Kabarettisten Mathias Tretter, Claus von Wagner und Philipp Weber ergänzen sich perfekt und bringen in ihrem zweiten gemeinsamen Programm eine zündende Mischung aus Intellekt und komödiantischer Leidenschaft auf die Bühne. Erstes Deutsches Zwangsensemble | BR

Zusätzlich beflügelt vom "Deutschen Kleinkunstpreis", der ihnen für 2010 zuerkannt wurde, haben die drei eine fulminante Premiere hingelegt und damit bewiesen, dass sie diesen wichtigen Preis definitiv verdient haben. Kaum ein anderes Ensemble bringt zurzeit eine derart zündende Mischung aus Intellekt und komödiantischer Leidenschaft auf die Bühne.

Mathias Tretter, Claus von Wagner und Philipp Weber ergänzen sich geradezu perfekt, als Autoren und als Akteure auf der Bühne. Dass sie aktuelles Tagesgeschehen spiegeln, ist bei ihnen sowieso Ehrensache. Was diese drei aber ganz besonders auszeichnet, ist ihre Kunst, auch zu schwierigen Themen ganz wunderbare Sketche zu entwickeln, und die haben, trotz enormer Pointendichte nichts Oberflächliches, sondern dringen oft sogar in ziemlich schmerzhafte Tiefen vor. Aber genau das sollte richtig gutes Kabarett ja auch leisten.

Zerstörerische Geldgier, die gnadenlose Durch-Ökonomisierung unseres Daseins und der damit einhergehende ethische Verfall: das sind die zentralen Themen im neuen Programm des Ersten Deutschen Zwangsensembles. Gnadenlos werden die immer gleichen Sprüche selbstgerechter Politiker aufs Korn genommen, belauscht auf einer Reichstagstoilette, herrlich skurril sind die drei zu erleben als Bier trinkende Buddhisten im Odenwald, die sich eine esoterische Patchwork-Religion zusammenbasteln, tiefschwarz-humorig als abgebrühte Söldner in Afghanistan. Und: es gibt ein Wiedersehen mit der urkomischen Alten-WG aus dem ersten Programm, manche werden sich vielleicht erinnern, diesmal haben sich die renitenten Herren zu einer "Rentner-Armee-Fraktion" zusammengeschlossen und planen die Revolution gegen den Pflegenotstand.

Zwischendurch brillieren die drei aber auch immer wieder mit unvergleichlichen Solonummern. "Die letzte Tour" ist stellenweise sehr scharf, aber gerade deshalb, weil sie so klug durchdacht und gleichseitig unglaublich witzig ist, absolut sehenswert!