Bild: Eskalation Ordinär - Zimmertheater Tübingen Bild: Eskalation Ordinär - Zimmertheater Tübingen
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Information zur Veranstaltung

Eskalation Ordinär

Eigentlich will sich Helmut Brennwert vor seinem Vorstellungsgespräch bei der Sparkasse nur an einer Imbissbude stärken. Nach langer Arbeitslosigkeit braucht er den neuen Job unbedingt, seine Verlobte hat gedroht ihn zu verlassen, sollte er wieder nichts erreichen. Doch ausgerechnet der Mann, bei dem er gleich das Bewerbungsgespräch hat, beschmiert ihn mit Senf. Mit Senf und noch mehr Senf, bis der einzige Anzug von Helmut Brennwert zerstört ist. Ein unaufhaltsamer Abstieg beginnt, Brennwert erfährt Demütigung um Demütigung. Er wird beschimpft, getreten, erniedrigt. Und die Gesellschaft fühlt sich dabei pudelwohl. Nur noch einmal gelingt es ihm ein wenig Achtung zu erfahren, doch der Ruhm ist von kurzer Dauer. Wie kann Helmut Brennwert ein Zeichen gegen die Erniedrigung setzen? Wie kann er sich ein letztes Mal profilieren?

Arbeitslosigkeit als Katastrophe – so könnte man das Thema des Stückes von Werner Schwab grob zusammenfassen. Doch der österreichische Autor schafft mehr: er schildert ein umfassendes Bild einer Gesellschaft, in der der Einzelne nichts mehr wert ist. Mit dem ureigenen, heftigen und bisweilen zotigen Humor des Autors und einer Sprachgewalt, die zu recht einen eigenen Begriff geprägt hat, dem „Schwabischen“, zeigt uns Werner Schwab in dieser Tragikomödie, was uns ausmacht – oder eben nicht. Er führt uns ein unbarmherziges Wirtschaftssystem vor Augen, das immer ein Opfer braucht, um zu überleben.

Ein Schwitzkastenschwank in sieben Affekten von Werner Schwab
Regie: Fanny Brunner
Bühne und Kostüme: Daniel Angermayr, Andrea Flachs
Musik: Jan Preissler
Mit: Vivienne Causemann, Lucie Mackert, Nicole Schneider, Robert Arnold, Johannes Karl, Jannik Obermeier, Paul Schaeffer