Bild: Evasion - Privatoper Berlin
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Information zur Veranstaltung

Seit 2014 bringt die Privatoper Berlin selten gespielte Opern an Orte, an denen selten Opern gespielt werden. In seiner fünften Produktion fügt das achtzigköpfige Ensemble vier musikalische Zeitzeugen und Texte der Wende vom 19. zum 
20. Jahrhundert in einen musiktheatralen Gesamtkörper zusammen.

Im Zentrum stehen neben einer weltlichen Kantate von Debussy – dessen 100. Todestag in diesem Jahr begangen wird – die Uraufführung der Neuorchestrierung von Albéric Magnards Oper Yolande. Der Komponist, aber auch die Partituren und Stimmen des 1892 erstmalig aufgeführten Werkes wurden Opfer des ersten Weltkrieges. Lars Straehler-Pohl rekonstruierte aus dem verbliebenen Klavierauszug eine neue Fassung. Die Texte des Abends übertrug Bernd Matzner ins Deutsche.

Die so neu gefügte Opernerzählung stellt eine junge Frau, die vom Strudel der sich wandelnden Welt erfasst wird, ins Zentrum. Ihre Sehnsucht nach einer heilen Welt überwältigt sie. Auf dem Rückzug in ihre Traumsphäre erlebt sie Grenzenlosigkeit und Glück. Doch die fragile Utopie ist durch sie selbst gefährdet. Wie tief ins Innere kann man flüchten? Wie viel Abgrenzung zur Realität hält man überhaupt aus? 

Mit EVASION wird das Ende einer Epoche mit dem Beginn einer neuen verbunden: der Anfang des 21. Jahrhunderts wirkt wie ein Echo des Fin de siècle. Im Rausch sich beschleunigender Kommunikation, medialer Reize und eines abrupten gesellschaftlichen Wandels entstehen sich erhitzende Gegenbewegungen, die den errungenen gesellschaftlichen Status Quo des Miteinander immer mehr infrage stellen.


MIT Marie-Luise Bestehorn / Katharina Laura Kunz / Inés Rangnitt / Ullrich Müller / Mirko Zschaubitz / Orchester und Chor der Privatoper Berlin MUSIKALISCHE LEITUNG Lars Straehler-Pohl INSZENIERUNG Bernd Matzner INITIATOR Roland Castringius BÜHNE/AUSSTATTUNG Katrin Wittig / Christoph Protzmann VIDEO Gunnar Sebastian Blume EINSTUDIERUNG Jake Walsh PRODUKTION Privatoper Berlin

Unter Verwendung der Kompositionen: Henri Duparc, Aux étoiles (1874, rev. 1911); Albéric Magnard, Yolande (1892, orch. 2018); Claude Debussy, La damoiselle élue (1888, rev. 1902); Gabriel Fauré, Pavane (1887) – sowie von Texten von Stéphane Mallarmé, Albéric Magnard, Dante Gabriel Rossetti, Gabriel Sarrazin und Robert de Montesquiou.
Mit einem Ensemble von ca. 60 Mitwirkenden, die ohne Gage, aber mit Leidenschaft Opernproduktionen erarbeiten, stellt die PRIVATOPER BERLIN einen Solitär in der Berliner Musiktheaterlandschaft dar. Die Privatoper Berlin wurde von einer Gruppe von Musikenthusiasten ins Leben gerufen, um mit Freunden für Freunde Musiktheater zu gestalten.