Bild: Exit Ayahuasca - Ballhaus Ost
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Information zur Veranstaltung

Kurt Widmer hat keine Angehörigen. Er ist Rentner, lebt in einem Altersheim, raucht zwei Packungen Zigaretten am Tag und hat bereits mehrere schwere Herzinfarkte überlebt. Er sehnt sich nach dem Tod. Ein Suizid kommt für ihn aus Angst, dass er misslingen könnte, nicht in Frage. Obwohl ein Vormund seine Geldangelegenheiten regelt, ist es ihm gelungen, die teure Mitgliedschaft für die Sterbehilfeorganisation EXIT zu bezahlen. Die wichtigste Voraussetzung für eine Freitodbegleitung, dass er psychisch gesund und bezüglich seines Sterbewunsches urteilsfähig ist, verweigern ihm allerdings verschiedene Psychiater. Stattdessen wird Widmer „chronische Suizidalität bei depressiver Störung“ attestiert. Eine Freitodbegleitung kommt deshalb nicht in Frage.
Doch anstatt seiner Forderung nach Rückgabe des bereits eingezahlten Geldes nachzukommen, schlägt EXIT ihm vor, an einer schamanischen Sitzung teilzunehmen. Um wenigstens eine Todeserfahrung zu simulieren, wird bei diesem die ganze Nacht dauernden Ritual die „heilige Pflanze“ AYAHUASCA eingenommen. Kurt Widmer trifft hier die Psychiaterin wieder, die ihm seit Jahren eine Depression attestiert. Im Rahmen des schamanischen Rituals aber erweist sie sich der Vernunft gegenüber kritisch und ist bereit, ihm das nötige Zeugnis auszustellen. Nach den Erfahrungen mit AYAHUASCA beginnt Widmer jedoch, an seiner Todessehnsucht zu zweifeln. Verbunden im Wunsch, etwas Überwältigendes zu erleben, beschließen beide, die Medizin vom Diktat des Rationalistischen, der Ökonomie und Effizienzgier zu befreien. Sie wollen die Geschichte von Heilung und der Psychopathologie neu schreiben und begeben sich dafür auf eine 12stufige Reise in den Tod.

In deutscher und englischer Sprache.

mit: Steev Lemercier, Rasmus Slätis, Tamara Saphir, Johannes Suhm
Regie: Tobias Yves Zyntel
Text: Przemek Zybowski
Dramaturgie: Andreas Wolfsteiner
Bühne: Philip Wiegand
Kostüme: Jutta Klingel
Ausstattungsassistenz: Nora Jentzsch
Hospitanz: Tabesch Mehrabi

Eine Produktion von Zintel | Zybowski in Kooperation mit dem Ballhaus Ost. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.