Faber Tickets - Passau, Ortspitze

Event-Datum
Sonntag, den 25. Juli 2021
Beginn: 19:30 Uhr
Event-Ort
,
94032 Passau
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Eulenspiegel Concerts - Till Hofmann (Kontakt)

Die Begleitperson ist für schwerbehinderte Personen mit B im Ausweis kostenfrei. Bitte vorab beim Veranstalter melden - info@eulenspiegel-concerts.de.
Ticketpreise
ab 38,40 EUR *
Weitersagen und mit Freunden teilen
Bild: Eulenspiegel Zeltfestival Passau
Der Schweizer Songwriter Faber schreibt pointierte Songs, die gleichzeitig zum klügsten und
polarisierendsten gehören, was es in deutscher Sprache zu hören gibt. Zu seinem zweiten Album „I
fucking love my life“ (VÖ. 01.11.2019) geht er Anfang des kommenden Jahres auf „Promotour 2020“
durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Der Großteil der Termine ist bereits ausverkauft und
daher legt Faber nun nochmal nach und verlängert die Tour mit weiteren Konzerten im Sommer und Herbst!
Mit seinem Debütalbum „Sei ein Faber im Wind“ hat er 2017 den Startschuss für eine schon jetzt
beeindruckende Karriere gelegt: Drei ausverkaufte Tourneen, Headlinerslots auf geschmackssicheren
Festivals, Faber wurde von Kritik und Fans gleichermaßen gefeiert. Gemeinsam mit seiner Band
(Posaune & Percussion: Tillmann Ostendarp, Bass & Cello: Janos Mijnssen, Gitarre, Percussion &
Saxophon: Max Kämmerling, Piano: Silvan Koch), steht Faber nun schon seit Jahren gemeinsam auf der
Bühne. Und das hört man: Faber live – das groovt, ist trickreich, flüssig und klingt wie aus einem Guss.
Blindes musikalisches Verständnis.

Faber arbeitet eher wie ein beobachtender Schriftsteller, als dass er den in Deutschland so beliebten
authentisch-melancholischen Formatradio-Songwriter mit Dreitagebart gibt. Wegen dieser Rollenspiele
ecken seine Songs an. Und gleich die erste Singleauskopplung aus „I fucking love my life“ trägt den Titel
„Das Boot ist voll“ und tut genau das. Sie polarisiert. Ein durchaus brutales Statement gegen den Rückfall
in düstere Zeiten, eine Kampfansage an die rechtspopulistischen Spinner, die nicht nur in Deutschland
aus ihren Löchern kriechen. Faber gesteht kurz nach Veröffentlichung ein, dass er vielleicht zu weit
gegangen ist: Nach Veröffentlichung des Songs ist er unzufrieden mit dem drastischen Refrain und lässtihn – gegen die Meinung seines Umfeldes – durch eine neue Version ersetzen. In den Medien braut sich
ein erster kleiner Sturm der Entrüstung zusammen.
Faber bringt die Ambivalenzen der Jetzt-Zeit auf den Punkt. Alles widerspricht sich. Die einen wollen den
Planeten retten, fahren aber mit dem SUV zum Biomarkt. Die anderen schauen Pornos, können sich aber
nicht mehr verlieben. Allein die Oberfläche gibt noch Halt. Sinn macht längst nichts mehr. Und Faber
steht daneben, ein Glas Wein in der Hand und versteht die Welt nicht mehr. Versteht sich selbst nicht
mehr. Und tut das, was er am besten kann: Er singt darüber. Bald auch endlich wieder dort, wo er einfach
hingehört: Auf der Bühne, in den Clubs, wenn es draußen dunkel ist. Gucci-Anzug von ’96,
vollgeschwitzt. Mit Rotweinflecken und Kippe im Mundwinkel. Eine Gitarre in der Hand. Ein paar Zeilen,
die so kein anderer schreibt. Mehr braucht er dafür nicht.