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Wenn eine Band, noch dazu eine, der (zu Recht) das Präfix „Kult-“ anhaftet, nach zwölf Jahren wieder ein Album veröffentlicht, erregt das natürlich Aufsehen. Erst recht, wenn Peter Hein und Xaõ Seffcheque für diese Band stehen: WAS ZÄHLT, 2016 erschienen, überraschte und begeisterte Kritiker und Fans gleichermaßen. Nur, was sollte danach bitteschön noch kommen? Sollte denn überhaupt noch was kommen? Warum, und wenn ja, was wird das? Wer braucht nach zwei Jahren jetzt schon wieder einen Longplayer von FAMILY*5? 

Die Antwort geben FAMILY*5 mit ihrem neuen Album EIN RICHTIGES LEBEN IN FLASCHEN. Denn auch dieses Album ist abermals alles andere als ein Abgesang, sondern vielmehr ein Relaunch, der den von FAMILY*5 kreierten Begriff des Soul-Punk phantasievoll verjüngt, variiert und in unterschiedlichste Richtungen erweitert. Zwar wurden auch schon auf WAS ZÄHLT – zusätzlich zur bewährten Basis aus gitarrenorientiertem Rhythmustrio plus Bläsern – Sitar, Harfe und Viola ausprobiert. Auf EIN RICHTIGES LEBEN IN FLASCHEN bringen Xaõ Seffcheque und Markus Türk aber nun auch ein Streich-Quintett, Querflöte und Bassklarinette ins Spiel. 

Und Produzent Ekimas und FAMILY*5 – das passt einfach: Nachdem er auf WAS ZÄHLT die alte F*5-Sound-Kammer sinnvoll entrümpelte, hat er nun die Band gekonnt dabei betreut, sich mit ausgesucht frischem Klang-Mobiliar neu und mutig einzurichten. Frei nach der Devise: Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche! 

Sänger und Texter Peter Hein fühlt sich in den musikalischen Szenarien, die Xaõ Seffcheque, Markus Türk, Ferdi Mackenthun, Martin Graeber und Simon Heinen (sowie der wieder am Familientisch befindliche Markus Wienstroer aus der F*5-Gründerphase) hier zwischen Soul-Punk, Hardcore-Brass, Psychedelic und Pop aufreißen, hörbar wohl. Er sinniert, grübelt, stänkert, zweifelt und leidet nicht nur an/über/gegen die Welt und die Zustände auf und in ihr. Er stellt vor allem die Fragen, die nicht nur jene beschäftigen, die „dabei“ waren, sondern auch die in die Ungnade der späten Geburt Gefallenen: Ist nicht die Zukunft, die man angeblich nie hatte, längst Gegenwart? Kann ich mir meine Haltung noch leisten, wenn ich Kinder habe? Und macht es überhaupt noch Sinn, anzuprangern, was längst achselzuckend hingenommenen Konsens darstellt?