Fassbinder, Faust and the Animists - Deutsch und Englisch mit englischen ÜT Tickets - Berlin, HAU2

Event-Datum
Freitag, den 30. Juni 2017
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Hallesches Ufer 32,
10963 Berlin
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Hebbel am Ufer (Kontakt)

- Ermäßigte Karten gelten für Schüler*innen, Studierende, Jugendliche im Freiwilligendienst, Sozialhilfe- oder Arbeitslosengeld-Empfänger*innen, Inhaber*innen eines Schwerbehindertenausweises, Grundwehrdienstleistende, Auszubildende sowie Empfänger*innen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und sind nur mit einem Nachweis gültig. Bitte halten Sie diesen am Einlass bereit.
- Karten mit Tanzcard-Ermäßigung gelten nur in Verbindung mit einer gültigen Tanzcard.

- Discount tickets are available for students, young people doing voluntary civil or military service, welfare recipients,...(Mehr Info)
Ticketpreise
von 16,50 EUR bis 27,50 EUR und Ermäßigungen
Weitersagen und mit Freunden teilen

Fassbinder, Faust and the Animists - Deutsch und Englisch mit englischen ÜT

Bild: Fassbinder, Faust and the Animists - Deutsch und Englisch mit englischen ÜT
Fassbinder, Faust and the Animists
“Warnung vor einer heiligen Nutte” (1970) soll Rainer Werner Fassbinders liebster seiner Filme gewesen sein: Vordergründig erscheint er als ein Drama um persönliche Eitelkeiten und Macht, tatsächlich ist er ein hintergründiger Film über den Einfluss ökonomischer Zwänge auf das künstlerische Resultat. Mit seinem 17-köpfigen internationalen Cast seziert Laub den Film und kontrastiert ihn in scharfen Schnitten, Wiederholungen und Verdoppelungen mit Goethes “Faust” und Elementen des Animismus. Vermeintlich Disparates umkreist dabei in großen Gruppenszenen und porträthaft aufblitzenden Soli zentrale Fragen des Films und des Goetheschen Klassikers: Das Verhältnis des Einzelnen zur Gruppe, Dynamiken der Gemeinschaftsbildung und die teils tragikomische Suche nach sinnhafter Erkenntnis in einer säkularisierten Gesellschaft. Vorangetrieben von Variationen des Madison Dance zieht das Zusammenspiel von Tanz, Film, Musik und Drama die Betrachter*innen zunehmend in den Bann einer Welt, die mit ihren Kämpfen um Liebe und Macht und mit ihrer Spannung von Zärtlichkeit und Gewalt seltsam fremd und gleichzeitig nur allzu vertraut anmutet.


“Beware of a Holy Whore” (1970) was said to be Rainer Werner Fassbinder’s own favourite film: ostensibly a drama about personal vanities and power, an enigmatic film about the influence of economic restraints on the artistic result. With his 17-person international cast Laub dissects the film, contrasting it in sharp edits, repetitions and duplications with Goethe’s “Faust” and elements from animism. In large group scenes and solos that flash up like portraits, what is presumably disparate orbits around the central questions of the film and of Goethe’s classic: the relation of the individual to the group, the dynamics of community formation and the partly tragicomic search for meaningful insights in a secularized society. Driven by variations of the Madison Dance, the interplay of dance, film, music and drama slowly pulls the viewer into the spell of a world full of struggles over love and power and the tension between tenderness and violence, which seems both oddly strange and at the same time all too familiar.

HAU2, Berlin