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Faustus auf der Bestenliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik

Die Bestenlisten enthalten vierteljährlich die besten und interessantesten Neuveröffentlichungen der vorangegangenen drei Monate. Bewertungskriterien sind künstlerische Qualität, Repertoirewert, Präsentation und Klangqualität.

Faustus sind Paul Sartin und Benji Kirkpatrick (beide ehemals Bellowhead) sowie Saul Rose (Waterson/Carthy). Ihr drittes Album „Death and Other Animals“ wurde am 4.11.2016 bei Westpark Music veröffentlicht und die Themenpalette reicht von den Plagen des kleinen Mannes über im Sand versunkene Schiffe und mythische schwarze Hunde bis zum Todestanz.  Als „eine der herausragenden Folkbands Englands“ bezeichnet „The Guardian“ die drei Musiker, die mit fantastischen Harmonien und ausgeklügelten Arrangements englischer Folksongs beeindrucken und für ein umwerfendes Konzerterlebnis sorgen. 

Vier Jahre sind seit dem letzten, von der Presse gefeierten Werk Broken Down Gentlemen vergangen und diese haben die drei gut genutzt. Sie waren ‚Artists In Residence‘ im britischen ‚National Centre for the Folk Arts‘ in Halsway Manor, Somerset, wo sie uneingeschränkten Zugang zu der riesigen Bibliothek des Zentrums hatten. Aus dem dort gefundenen Material, wie z.B. vier Stücken aus dem kaum bekannten Ruth Tongue-Archiv, formten sie das neue Album, das komplett in Halsway Manor eingespielt wurde, produziert von Rupert Christie (Bellowhead, Jessie J, Ian McCulloch).

Neben dem traditionellen englischen Folkmusikkanon gibt es auf Death and Other Animals einen Song der britischen Folk-Legende Bill Caddick und ein zu neuer Musik gesetztes Gedicht der preisgekrönten Lyrikerin Olivia McCannon. Neu geschriebene Musik steht neben alten Texten (einige davon aus Manuskripten, die sich bislang in geheimen Aktenschränken in Halsway versteckt hielten) und neu komponierten Instrumentals.

Die drei Musiker haben in vielen Projekten ihre langjährige Erfahrung gesammelt – neben Bellowhead u.a. in der Seth Lakeman Band, Waterson/Carthy, Belshazzar’s Feast oder Whapweazel und gehören zu den führenden Folkmusikern ihrer Generation. Ihre tiefe Verwurzelung in der englischen Folk-Tradition, gemischt mit einer Virtuosität und einigem Testosteron („bloke folk“), wurde 2007 mit dem ‚75th Anniversary Award der English Folk Dance and Song Society‘ ausgezeichnet und 2009 mit einer Nominierung für einen ‚BBC 2 Folk Award‘ belohnt.

(Quelle: kreuz.com)