Bild: Fearless Speech
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Information zur Veranstaltung

Die interdisziplinäre Veranstaltungsreihe “Fearless Speech” wird in der Nachfolge der Serie “Phantasma und Politik” den Spielbetrieb des HAU Hebbel am Ufer diskursiv begleiten und Fragen nach dem Kritischen in der Kunst im Anschluss an Foucault nachgehen. In einer Pilotveranstaltung wird der politische Theoretiker Alex Demirović eine Keynote zu Foucaults Plädoyer für “aktive Intoleranz” zur Diskussion stellen. 

Nicht nur die Funktion der Künste im Sinne des Wahr-Sprechens (parrhesia), sondern auch der militante Intellektuelle Foucault werden im Zentrum der Reihe stehen. Foucault engagierte sich entschieden gegen Gefängnisse, gegen den justiziellen Apparat, die psychiatrischen Gutachten, die administrative Konstruktion von Identitäten, die Erzeugung von Gehorsam in Schulen oder Fabriken, die militärische Produktivität des Tötens oder die Sexualisierung der Individuen. Seinen Analysen der “Mikrophysik der Macht” und der ‘Produktion’ von Menschen und der Seele soll aus einer queerfeministischen Sichtweise, aber auch mit Fragestellungen der Subaltern Studies nachgegangen werden.

Nicht nur politische und ethische Praktiken von gegenwärtigen Künstler*innen, die einen Raum der Möglichkeiten erschließen wollen, stehen im Vordergrund, sondern auch Fragen nach der Form der Kunst, die mit jeder anderen bricht. Für Foucault ist die moderne Kunst, die den Skandal nicht scheut, die intensivste Form des Wahr-Sprechens, das sich nicht an bestehenden Machtverhältnissen, sondern an der Sorge um sich und die anderen orientiert.