Fidelio - Landesbühnen Sachsen
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Information zur Veranstaltung

Oper von Ludwig van Beethoven in einer Inszenierung der Landesbühnen Sachsen

Musikalische Leitung : Hans Peter Preu
Inszenierung Manuel Schöbel
Ausstattung : Marlit Mosler

"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen."
Ungeachtet dieser Forderung in Artikel 1 der UN-Menschenrechtscharta von 1948, die den Ruf nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit aus Zeiten der Französischen Revolution zitiert, werden auch heutzutage in den erstarkenden Diktaturen dieser Welt unbequeme Kritiker ausgeschaltet und ohne rechtsstaatliche Verfahren in Gefängnissen weggesperrt.
Beethoven, der sich den Idealen der Französischen Revolution auch in postrevolutionären Zeiten verpflichtet fühlte, schrieb mit "Fidelio" eine politische Oper, in der der Bastillesturm musikalisch nachhallt: Obwohl die Oper – den damaligen gesellschaftlichen Verhältnissen entsprechend – in ein Gefängnis führt, siegt Gerechtigkeit über Tyrannenwillkür.
Verkleidet als Mann sucht Leonore, die sich Fidelio nennt, in dem Kerker des Gefängnisdespoten Don Pizarro nach Florestan, ihrem wahrheitsliebenden und mutigem Gatten, der seit zwei Jahren spurlos verschwunden ist. In letzter Minute kann sie durch beherztes Eingreifen den Mord Pizarros an einem streng abgeschirmten Staatsgefangenen verhindern, in dem sie schließlich ihren Florestan erkennt.
Die Oper, die wie ein Singspiel beginnt und als große Oper vom Kerkerdunkel ans Licht führt, mündet im Zusammenhang mit einer Generlamnestie aller Gefangenen – ähnlich wie später die IX. Sinfonie mit ihrem Vokalfinale – in ein Oratorium: Ein "Hohelied der Freiheit".