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Bild: FluchtlinienBild: Fluchtlinien
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Information zur Veranstaltung

Jazz & Orient Fusion


Utku Yurttas piano, Mohammed Aljawad ney, Milad Khawam tp, Jens Pollheide bass, Erdem Göyem drums
Um Künstlern mit Exil-Erfahrung eine musikalische Stimme zu geben, hat der Pianist Utku Yurttas eine temporäre Band zusammengestellt mit Wurzeln in Palästina, Syrien, Armenien, der Türkei und Kurdistan. Das Dialogprojekt »Fluchtlinien« versucht in diesem Kontext, Orient Fusion und Jazz um eine neue Klangfarbe zu bereichern. 

Flüchtigkeit in der Musik spielt eine wichtige Rolle: flüchtige Melodien, die kommen und verschwinden; Motive, die sich hinterher jagen. Noten mit Herzrasen und Rhythmen der Ankunft werden untersucht. Situationen, die plötzlich auftreten und Geschichten, die sich durch verschiedene Spannungen in den Intervallen verlautbaren. Die Spannungen werden von der Stille aufgefangen, ein Ruhepunkt wird erreicht, dann fließen musikalische Linien wieder in das Unbekannte lösen sich auf und treffen sich erneut.

Persönliche Erfahrungen fließen ein: Der Trompeter Milad Khawam klebte auf der Flucht aus seinem Heimatland Syrien nach Deutschland seine Trompete auf seinem Bauch. Das Instrument begleitete ihn auf der gefährlichen Reise. Mohammed Aljawad, geboren 1992 in Bagdad, studierte Gentechnik an der Universität Bagdad. Er erlernte autodidaktisch das Spiel auf Nay. Heute ist er festes Mitglied des SINAI Orchestral Theatre Ensemble in Berlin. Der Istanbuler Schlagzeuger Erdem Göyem und der in Istanbul geborene, heute in Essen/Berlin lebende Pianist Utku Yurttas begleiten und unterstützen diese Geschichten, zusammen mit dem Dortmunder Bassisten und Flötenspieler Jens Pollheide.

Konzert in der Reihe Musikkulturen mit Unterstützung / in Kooperation mit dem Kulturbüro Stadt Dortmund und NRW Kultursekretariat.