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Holzhausenkonzerte - klavierplus - Konzert mit Franziska Hölscher und Lauma Skride Do, 19.04.2018 19:30 Uhr Holzhausenkonzerte - klavierplus - Konzert mit Franziska Hölscher und Lauma Skride Holzhausenschlösschen, Frankfurt am Main ab 17,00 € Tickets
Holzhausenkonzerte - klavierplus - Konzert mit Franziska Hölscher und Lauma Skride
Franziska Hölscher Violine
Lauma Skride Klavier
Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Sonate f-Moll für Violine und Klavier BWV 1018
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847)
Sonate F-Dur für Violine und Klavier
Mieczysław Weinberg (1919 – 1996)
Sonate Nr. 4 op. 39 für Violine und Klavier
Maurice Ravel (1875 – 1937)
Sonate G-Dur für Violine und Klavier
Die 1982 geborene Franziska Hölscher hat bereits im Alter von fünf Jahren mit dem Violinspiel begonnen. Ihre Ausbildung erhielt sie bei Ulf Hoelscher und Thomas Brandis in Karlsruhe und Lübeck. 2013 schloss sie ihr Studium bei Nora Chastain in Berlin ab.1999 machte sie auf sich aufmerksam, als sie im Alter von 17 Jahren den 1. Preis beim internationalen Rundfunkwettbewerb in Prag erhielt. Inzwischen ist sie regelmäßiger Gast bei allen bedeutenden deutschen Musikfestivals und gehört zu den gefragtesten Geigerinnen der jungen Generation. Gemeinsam mit ihrem langjährigen Duopartner Severin von Eckardstein hat sie 2010 die künstlerische Leitung der Kammermusikreihe „Klangbrücken“ im Konzerthaus Berlin übernommen.
Die lettische Pianistin Lauma Skride wurde 1982 in Riga geboren und bekam den esrten unterreicht bereits mit fünf Jahren. Nach dem Studium an der Musikhochschule „Emīls Dārziņš“ in Riga studierte sie bei Volker Banfield an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Ihr Solo-Debütalbum erschien im Jahr 2007 mit Einspielungen von Fanny Mendelssohn-Hensel.
Den Auftakt des Programms bildet die V. Sonate aus dem Zyklus „Sei Sounate à Cembalo certato è Violino Solo“ von Johann Sebastian, mit dem gleichermaßen der Beginn der Dusonaten in der Musikgeschichte markiert werden kann.
Bachs Sonate f-Moll für Violine und Klavier BWV 1018 hält sich an das übliche Satzschema der Kirchensonaten. Allen vier Sätzen scheint ein verzweifelter Gestus innezuwohnen: Während sich der klagende Duktus im ersten Satz in einer Art barockem Lamento zeigt, wird er im zweiten Satz bewegt fortgesponnen. Im dritten Satz steht eine Folge von expressiven Mollakkorden im Zentrum, während der Finalsatz von einem rhythmischen sowie harmonischen ruhelosen Thema dominiert wird. In Felix Mendelssohn Bartholdys früher Sonate F-Dur für Violine und Klavier lassen sich Einflüsse der Musik Johann Sebastian Bachs finden, was in dieser aufeinander folgenden Gegenüberstellung besonders schön zum Tragen kommt. Eine Parallele liegt beispielsweise in der Verzahnung zwischen Violine und Klavier, welche auch hier im Verlauf stetig zunimmt. Als Kontrast steht im zweiten Teil Mieczysław Weinbergs im Zeichen des zweiten Weltkriegs komponierte Sonate Nr. 4 op. 39 für Violine und Klavier im Mittelpunkt. Weinberg, der selbst kein Geiger war, komponierte rund 30 Sonaten für Violine und Klavier. In der vierten Sonate fallen trotz der Dreisätzigkeit schnell die freie Formgestaltung und der Hang für das Extreme ins Auge. Den Abschluss bildet Maurice Ravel mit seiner Sonate G-Dur für Violine und Klavier, die gleichzeitig auch das letzte Werk seines kammermusikalischen Schaffens ist. Die Sonate illustriert Ravels Ansicht, Klavier und Violine seien unvereinbare Instrumente. Und auch sonst weicht das Werk stark von der Tradition ab, was sich bereits auf den ersten Blick an den Satzbezeichnungen der drei Sätze erkennen lässt.