Für meine Tochter / Bolero - Robert North
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Information zur Veranstaltung

An diesem Abend möchte Ballettdirektor Robert North sein Publikum wieder mit einer Novität überraschen, komplettiert mit zwei Choreografien aus seinem großen Repertoire.

Mit der Choreografie Für meine Tochter widmet sich Robert North dem Komponisten Leoš Janácˇek, der einen furchtbaren Schicksalsschlag verkraften musste: den Tod seiner 21-jährigen Tochter Olga. Was bleibt, sind Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend, an glückliche Tage, an Tage der Krankheit, an ihre erste Liebe. Auf berührende Weise lässt der Choreograf diese Erinnerungen im Tanz aufleben, inspiriert durch die Musik Janácˇeks, der in tiefer Heimat- und Naturverbundenheit seine Melodien auch dem Gesang der Vögel ablauschte. Robert North macht sich dieses Tiermotiv zu eigen, und entwickelt eine poetische, choreografische Idee: Zwei Schwalben begleiten das lebensfrohe Mädchen, bis am Fenster eine Eule – Vorbote des nahenden Todes – erscheint und die dramatische Wendung erahnen lässt. Für meine Tochter entstand als Auftragsarbeit für das Dänische Fernsehen, wurde 1983 mit dem Golden Prague Award ausgezeichnet und in den USA für den Emmy nominiert.

Abschließend darf sich das Publikum erneut Robert Norths Bolero freuen. Nachdem seine tänzerische Interpretation dieser weltberühmte Komposition von Maurice Ravel bereits vor einigen Jahren zu Begeisterungsstürmen führte, kommt sie nun wieder auf den Spielplan. Dabei stellt der Bolero, der 1928 mit der Tänzerin Ida Rubinstein uraufgeführt wurde, stets aufs Neue eine Herausforderung an die Choreografie dar. Robert North ließ in seine tänzerische Adaption vielfältige persönliche Assoziationen aus der spanischen Kultur einfließen: „Der Bolero mit seinem einförmigen Rhythmus war ein populärer Tanz, den auch die einfachen Menschen kannten. Ich stelle mir einen großen Platz vor, vielleicht vor einer Kirche – einen Platz zum Beten, Arbeiten und Feiern, einen Platz, der jedem zugänglich ist, wo sich die Menschen zu einem Ritual zusammenfinden.“