Chor Cappella Nova – Händel: Der Messias Tickets - Bad Mergentheim, Schlosskirche

Event-Datum
Sonntag, den 15. Oktober 2017
Beginn: 16:30 Uhr
Event-Ort
Schloß 16,
97980 Bad Mergentheim
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Stadtverwaltung Bad Mergentheim (Kontakt)

Ermäßigungsberechtigt sind Kurkarteninhaber, Schwerbehinderte, Studenten und Schüler unter Vorlage des entsprechenden Nachweises beim Einlass.
Ticketpreise
von 12,00 EUR bis 28,00 EUR und Ermäßigungen
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Chor Cappella Nova – Händel: Der Messias

Bild: Chor Cappella Nova – Händel: Der Messias
Das Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel gehört bis heute zu den populärsten geistlichen Werken des christlichen Abendlandes. Unter der Leitung von Walter Johannes Beck führen Chor und Orchester Cappella Nova mit den Solisten Judith Wiesebrock (Sopran), Anna Leuser-Valls (Alt), Tilman Lichdi (Tenor) und Franz Xaver Schlecht (Bass) das Oratorium am 15. Oktober 2017 um 16.30 Uhr in der Schlosskirche Bad Mergentheim auf.

Der Messias ist kein dramatisches Werk im eigentlichen Sinne : Es erzählt keine Geschichte, es treten keine handelnden Figuren auf, - das Auftreten von Jesus Christus als Bühnenfigur war ohnehin streng untersagt - und es besteht ausschließlich aus Zitaten der offiziellen englischen Bibel und dem Book of Common Prayer.

Händels MESSIAS – den er in der unfassbar kurzen Zeit von 22 Tagen geschaffen hatte - umfasst in seinen drei Teilen die gesamte christliche Heilsgeschichte: Der erste Teil handelt von der Sehnsucht der Menschheit nach Erlösung, der Ankündigung und der Geburt des Erlösers, dann von seinem segensreichen Wirken.

Der zweite Teil vom Leiden Christi, seiner Auferstehung und Himmelfahrt, der Verbreitung seiner Botschaft, von den Widerständen gegen diese Botschaft und vom endgültigen Sieg des Reiches Gottes.

Im dritten Teil kommen die letzten Dinge, die Erlösung und die Auferstehung jedes einzelnen Christen zur Sprache.

Den MESSIAS gäbe es nicht ohne den wohlhabenden, gebildeten und musikalisch wie theologisch engagierten Charles Jennens (1700 – 1773) Dieser Großgrundbesitzer und Mäzen hatte das Textbuch zum MESSIAS geschrieben und trug es seinem Freund Händel zur Vertonung an. Durch äußerst geschickte Kombination alt- und neutestamentlicher Texte konnte Jennens aufzeigen, wie sich die messianischen Prophezeihungen des Alten Testaments in Jesus Christus erfüllten – dass er der Gottessohn und Erlöser der Menschheit ist.

Die Wirkung des MESSIAS war einzigartig und übertraf die aller übrigen Werke Händels. Schon zu seinen Lebzeiten wurde das Werk im Konzertsaal, im Theater und - später – in der Kirche aufgeführt. Das „sacred oratorio“, wie die Zeitgenossen es nannten, ist keine liturgische Musik, sondern ein neuer Typ „Andachtsmusik“, den Händel aus Elementen des englischen Anthems, des italienischen Oratoriums sowie der deutschen Passion geschaffen hat.

Händels MESSIAS hatte, wie viele große Geistliche Werke, in den Anfangsjahren mit erheblichem Widerstand zu kämpfen. Das begann schon bei der Uraufführung in Dublin am 13.April 1742, als der Dekan der St. Patrick´s Cathedral seinen Chorsängern zunächst die Mitwirkung verbieten wollte. Das Publikum allerdings nahm das Oratorium mit enthusiastischem Beifall auf. Ein Kritiker der Dublin Journal schrieb: „Es fehlen die Worte, um die außergewöhnliche Freude zu beschreiben, die das Werk dem hingerissenen Publikum bereitete...“

Nicht so in London, wo der MESSIAS zunächst zu erheblichen Kontroversen geführt hatte – Händel musste sich sogar den Vorwurf der „Blasphemie“ gefallen lassen – was auch mit dem Umstand zusammenhing, dass Worte der Heiligen Schrift auf einer Theaterbühne erklangen. („Das Evangelium ist keine Abendunterhaltung“) Sehr bald jedoch setzte sich das Werk in seiner ganzen Größe durch. Händel selbst dirigierte es – vor allem als Wohltätigkeitskonzert in der Karwoche – noch 36 Mal. Er veränderte manche Arien und Chöre des Öfteren, je nach künstlerischem Vermögen seiner Akteure.

Während des 19.Jahrhunderts wurde das Werk zur nationalen Institution – und trat seinen Siegeszug um die Welt an.

Der berühmteste Satz des MESSIAS ist das „Halleluja“ am Ende des II. Teils. An vielen Orten der Welt ist es Brauch, dass das Publikum sich beim Hören dieses Chores von den Sitzen erhebt.

Schlosskirche, Bad Mergentheim