Gas-Plädoyer einer verurteilten Mutter Tickets - Dessau-Roßlau, Studio-Bühne

Event-Datum
Samstag, den 20. Januar 2018
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Lilly-Herking-Platz,
06844 Dessau-Roßlau
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Anhaltisches Theater Dessau (Kontakt)

HINWEIS ZUM BESTPLATZ-PRINZIP:

SIE SEHEN EINE AUSWAHL DER BESTEN VERFÜGBAREN PLÄTZE. NICHT ALLE PLÄTZE WERDEN ANGEZEIGT. BITTE SETZEN SIE SICH MIT DEM KARTENBÜRO DES ANHALTISCHEN THEATERS IN VERBINDUNG, WENN SIE MEHR ALS 10 KARTEN BUCHEN MÖCHTEN.
Tel.: 0340 / 2511-333 E-Mail: kasse@anhaltisches-theater.de
_______________________________________________________________

In allen Preisen sind die Ticketgebühren enthalten.

Alle Ermäßigungen verlangen eine Legitimation.

Ermäßigungen werden gewährt bei allen Repertoirevorstellungen für Senioren, Erwerbsunfähige und Arbeitslose.
Mehr Info)
Ticketpreise
ab 16,00 EUR und Ermäßigungen
Weitersagen und mit Freunden teilen
Bild: Gas - Plädoyer einer verurteilten Mutter - Anhaltisches Theater Dessau
Gas — Plädoyer einer verurteilten Mutter
Monolog von Tom Lanoye
Deutsch von Rainer Kersten

Ein Giftgasanschlag in der U-Bahn, bei dem 184 Menschen, darunter 70 Kinder ums Leben kamen. Der Attentäter wurde von der Polizei erschossen.

In diesem Monolog spricht die Mutter des Täters. Sie erzählt von seiner Geburt, Kindheit und Jugend, von den Talenten und Eigenheiten ihres toten Kindes. Sie versucht, die Beziehung zu ihrem Sohn, ihre Liebe zu ihm in Worte zu fassen. Sie will kein Mitleid, kein Verständnis, sie will herausfinden, wie er ihr abhanden gekommen ist, warum sie ihn an eine tödliche Ideologie verloren hat. Darf sie überhaupt trauern, sie, die nun mit der Verurteilung leben muss, dass andere Mütter durch sie ihre Kinder verloren haben? Ist sie eines seiner Opfer oder als Mutter des Täters mitverantwortlich für seine Taten? Hinter all diesen Fragen findet sie nur das Unerklärliche.

Mit Gas legt der flämische Autor Tom Lanoye einen Text vor, der die unerträgliche Last eines Terror-Anschlags einer einzelnen Frau aufbürdet und die Mutter des Attentäters mit der Tat ihres Sohnes konfrontiert. Der Autor, der bereits mit Klassiker-­Adaptionen wie dem Shakespeare-Marathon Schlachten! oder Mamma Medea internationale Aufmerksamkeit erregte, schrieb das Stück kurz vor den Anschlägen von Brüssel 2016. Unmittelbar danach wurde es beim Heidelberger Stückemarkt als eine »nahezu hellseherische Beschreibung einer nun realen Situation« gewürdigt. Das Anhaltische Theater Dessau wird den Monolog kurz nach seiner deutschen Erstaufführung auf die Bühne bringen und das Publikum mit der Frage konfrontieren: »Könnte das auch mein Kind sein?«

Studio-Bühne, Dessau-Roßlau