Bild: Gauthier Dance - Nijinski
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Information zur Veranstaltung

Das neue abendfüllende Ballett von Marco Goecke erzählt von dem Tänzer und Choreografen Waslaw Nijinski. Das Stück berührt Stationen aus seinem Leben, handelt von den Brettern, die die Welt bedeuten und davon, wie nah Kunst und Wahnsinn beieinander liegen können.

Nijinski war einer der außergewöhnlichsten Künstler des vorigen Jahrhunderts. Als Tänzer verkörperte er Rollen, die bis heute für die Tanzgeschichte von großer Bedeutung sind. Seine Partien bei den Ballets Russes unter Sergej Diaghilew, insbesondere der Clown in Igor Strawinskis Petruschka, der Geist der Rose in Spectre de la rose und der goldene Sklave in Scheherazade sind in das kollektive Gedächtnis der Tanzwelt eingegangen. Der bis heute kaum erreichte Theaterskandal, den Nijinskis Choreografie Le sacre du printemps bei dem Pariser Theaterpublikum 1913 verursacht hat, wie auch das hohe Maß an Erotik in seinem Ballett Der Nachmittag eines Faun von Claude Débussy lassen seine visionäre künstlerische Tragweite erahnen.

Verwoben mit der Karriere ist sein Weg in den Wahnsinn. Er kämpfte gegen Schizophrenie an, musste sich aber zunehmend aus dem öffentlichen zurückziehen. Nijinski gehörte zu den Menschen, die beide Weltkriege erleben mussten und war als Patient einer Nervenheilanstalt der Bedrohung des nationalsozialistischen Euthanasierprogramms ausgesetzt, konnte aber gemeinsam mit seiner Frau Romola entkommen.

Dieses Ballett über Kunst, die Frage nach dem Zauber und dem Wert des Tanzes sowie persönlichem Leiden streift Stationen aus Nijinskis Leben – dem Leben voller Glanz und Ruhm und dem dunklen Teil seiner Geschichte.