Gedenkkonzert „Leidensspuren – Friedenszeichen“ - Werke von Alfred Schnittke & Samuel Adler Tickets - Dresden, Frauenkirche Dresden

Event-Datum
Freitag, den 09. November 2018
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Neumarkt,
01067 Dresden
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Dresdner Kammerchor e.V (Kontakt)

Ermäßigte Karten für junge Menschen bis 27 Jahre, Studenten, Dresden-Pass-Inhaber sowie Schwerbehinderte (inkl. Begleitperson).
Ticketpreise
von 10,00 EUR bis 42,00 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Dresdner Kammerchor
Alfred Schnittke (1934–1998) - Zwölf Bußverse
Samuel Adler (*1928) - Uraufführung

Die Schrecken der Reichspogromnacht am 9. November 1938 brachten den 10-jährigen Samuel Adler (*1928) und seine Familie dazu, ihre Heimat Mannheim zu verlassen und nach Amerika fliehen, das ihnen ein neues Zuhause wurde. Im Jahr seines 90. Geburtstags fasst der Komponist und emeritierte Professor der Juilliard School seine Erinnerungen an jene Nacht und seine Hoffnung auf eine friedliche Zukunft in ein neues Chorstück. Hebräische, deutsche und englische Bibeltexte und ein Gedicht von Nelly Sachs verbinden sich zu einem ergreifenden Werk, das von Leiden und Friedenssehnsucht erzählt. Am 80. Jahrestag der Pogromnacht erklingt diese Uraufführung an einem jener Orte in Deutschland, der in ganz besondere Weise als Friedenssymbol wirkt: in der Dresdner Frauenkirche.
Der deutsch-jüdische Komponist Alfred Schnittke (1934–1998) war ein Wanderer zwischen den Kulturen und Religionen. Seine Zwölf Bußverse nach russischen Texten des 16. Jahrhunderts umkreisen menschliche Laster und Leiden, aber auch die Hoffnung auf Vergebung und Erlösung. Ergreifend leidenschaftliche und berückend schöne Klänge wechseln sich ab in diesem Werk, das zu den bedeutendsten in der A-cappella-Literatur zählt.

Seit vielen Jahren setzen Hans-Christoph Rademann und der Dresdner Kammerchor mit ihren Gedenkkonzerten zum 9. November musikalische Friedenszeichen. Das schwedische Violinduo Gelland, bekannt für seine hochintensiven Interpretationen zeitgenössischer Musik, hat bereits mehrfach mit Rademann und seinem Chor zusammengearbeitet und wird die Uraufführung mitgestalten.
Am Tag nach dem Konzert in der Frauenkirche erklingt das Programm noch einmal in der St. Georgenkirche in Schwarzenberg (Erzgebirge).