Bild: Gott - Theater an der Ruhr
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Information zur Veranstaltung

Gott

Ein Autor und ein Schauspieler, ungefähr 500 Jahre v. Chr., streiten sich über den Ausgang eines Stücks, das sie beim Athener Dramen-Festival aufführen möchten. Da sie jedoch nur in einem anderen Stück spielen, in dem von Woody Allen, begeben sie sich bald in einen Dialog mit dem Publikum, das sich auch als erfunden erweist. Fiktion und Wirklichkeit sind derart miteinander vermittelt, daß beide in ihrem Anspruch, Kunst beziehungsweise Realität zu sein, bestritten werden. Die Lösung ist nur noch technisch möglich: ein Erfinder bietet dem Autor, welchem auch immer, eine Schlußmaschine an, mit der Zeus stets am Ausgang der Stücke einfliegt. Da jedoch die Maschine, die auf dem Höhepunkt des Dramas eingesetzt wird, versagt, stranguliert sich der einschwebende Zeus, Gott ist tot.
 
Gegenüber Woody Allens Texten bleibt der, der verstehen will, immer der Dumme, da sie sich in fast panischer Angst immer wieder neu entziehen. Nicht nur die fortschreitende Aufhebung der jeweils neu ins Spiel gebrachten Ebenen, die stets den Anspruch, Realität zu sein, erheben, irritiert den Rezipienten; auch die bewußte, fast regressive Verwendung sogenannter komischer Elemente, die zu den ödesten Kalauern herabsinken, und keiner wird einem erspart, macht die Texte rätselhaft. Da wehren sich seine Figuren gegen jegliche Art der Bestimmung, kämpfen mit all den Ansprüchen, die die Kulturindustrie zur Etikettierung der Künste produziert hat; ein Autor, der nur ein Schauspieler ist in dem Stück des Autors Woody Allen, weiß für sein Stück keinen Schluß und der telefonisch befragte Originalautor bescheinigt nur, er wisse ihn auch nicht, man möge ihn doch über den Ausgang des Abends informieren.