Goya und der Mut zu sehen - Schlosstheater Celle
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Information zur Veranstaltung

1989 wurde über Europa geschrieben: Was gestern noch Utopie schien, ist bereits Wirklichkeit: ein nichtkommunistischer Ministerpräsident in Polen, freie Wahlen in Ungarn, die UdSSR auf dem Weg in die Marktwirtschaft und eine deutsche Frage, die auf einmal wieder offen erscheint. Und 2019 – dreißig Jahre später? Der Schlaf der Vernunft hat Ungeheuer geboren.

Eine europäische Künstlerfamilie, die bisher durch Europa tourte, ist in vielen Ländern nicht mehr erwünscht. Sie treffen in einem verlassenen Barockschloss auf einen Sammler. Er besitzt die 12. Druckauflage der Capriccios von Goya, die 1937 die spanische Regierung an europäische Politiker verschenkt hatte, verbunden mit dem Ruf um Hilfe gegen Francos Faschisten. Die Geschichte dieser Bilder und warum Francisco de Goya erkennen musste, dass die Kunst niemals in den Schlaf der Vernunft fallen darf, öffnen eine Zeitreise:

1797. Francisco Goya steigt zum ersten Maler des Königs auf. Vier Jahre zuvor hatten französische Revolutionäre Ludwig XVI. aufs Schafott geführt, eine Republik der freien Bürger ausgerufen und ihren Nachbarländern den Krieg erklärt. In dieser Epoche privater und gesellschaftlicher Umbrüche rebelliert Goya mit den „Capriccios“, mit denen er die Dogmen der feudalen Kunst überwindet. Der Weg Goyas vom „L’art pour l’art“-Maler zum Künstler, der sich den politischen Ereignissen seiner Zeit stellt, erzählt vom Kampf gegen die Bequemlichkeit und dem Weg zur Erkenntnis, dass die Kunst sich erst im Mut zur Wahrheit zeigt.

(Quelle Text: schlosstheater-celle.de)