Bild: Gschichta aus dr Bibel für Schwoba mit Pfarrer Rudolf Paul

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Information zur Veranstaltung

„Jetz hot koiner mehr a Ausred, dass’r d’Bibel net verstoht“, sagte einst der Reutlinger Prälat Dr. Christian Rose bei der öffentlichen Vorstellung der „Bibel für Schwoba“, die Rudolf Paul übersetzte. Jetzt kommt der Pfarrer i.R. eigens ins Cafe-Bricklebrit und wird das Publikum auf eine schwäbische, feinsinnige, aber unterhaltsame Exkursion mit „Gschichte aus dr Bibel für Schwoba“ mitnehmen.

Tipp: Des därf mr oifach net vrsäuma.

In den siebziger Jahren übersetzte Rudolf Paul das Matthäusevangelium ins Schwäbische. Als dieser Text 1987 zum ersten Mal erschien, stellte sich auch der Erfolg ein. Inzwischen erschien es in der dritten Auflage. Dann nahm er sich weitere Bücher der Bibel vor, sieben an der Zahl. Dazu kommen drei CDs, die von namhaften Künstlern musikalisch mitgestaltet sind. Als absoluten Höhepunkt seines Schaffens darf man die Veröffentlichung des gesamten Alten und Neuen Testaments und der Psalmen sehen, die 2008 in der Tübinger Stiftskirche vorgestellt wurden.

Zu seinen Mundartgottesdiensten kommen die Leute aus dem ganzen Ländle zusammen, um mit Rudolf Paul seine »Schwäbischa Kirch« zu feiern. »Wie ein herrlicher, bunter Wiesenstrauß in unserer sonst so wohlgeordneten Welt sei das für ihn gewesen«, so ein nicht schwäbischer Gottesdienstbesucher beim Abschied. »Des goht oem direkt ens Herz nae!« sagen viele Besucher. Jedenfalls ist da nichts gekünstelt und auch nicht derb. Paul bringt die Farbe der Mundart ins Spiel, die Melodie, den heimatlichen Klang, und das tut den Seelen gut. Da blitzt auch immer wieder der Humor im besten Sinn hervor, es darf gelacht und auch geklatscht werden.

Über die Mundart hat Rudolf Paul nicht nur im Zusammenhang mit der Bibel nachgedacht. »In der Mundart ist das Heimatgefühl verwurzelt«. Darum ist es wichtig, im Zeitalter der Globalisierung, in der die Menschen den großen Globalplayern ausgeliefert sind, ihnen eine Nische zu bieten, in der sie sich bergen und Daheim fühlen können. Er weiß natürlich, dass es kein einfaches Geschäft ist, ausgerechnet die Bibel in die Mundart zu übersetzen. Aber was er schwäbisch ausdrücken könne, das habe er auch verstanden, sagt er natürlich schwäbisch: »Was e schwäbisch saga ko, des han e ao vrstanda!«