Hagen Rether - Liebe Tickets - Speyer, Stadthalle Speyer

Event-Datum
Freitag, den 14. September 2018
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Obere Langgasse 33,
67346 Speyer
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Stadt Speyer (Kontakt)

Kartenermäßigungen gelten für Schüler, Auszubildende, Studenten und Schwerbehinderte gegen Vorlage eines gültigen Ausweis. Schwerbehinderte mit B im Ausweis erhalten für sich und ihre Begleitperson zwei Karten zum Preis von einer. Plätze für Rollstuhlfahrer bitte telefonisch unter +49 (6232) 61029 direkt an den Veranstalter melden.
Ticketpreise
ab 28,00 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Hagen Rether
„Wir können die Welt nicht retten? Ja, wer denn sonst?“ Es ist kein klassisches Kabarett, was Hagen Rether seinem Publikum serviert, sondern eher ein assoziatives Spiel, ein Mitdenkangebot. Der Kabarettist verweigert die Verengung komplexer Zusammenhänge und gesellschaftlicher wie politischer Absurditäten auf bloße Pointen. Auch das Schlachten von Sündenböcken und das satirische Verfeuern der üblichen medialen Strohmänner sind seine Sache nicht, denn die Verantwortung tragen schließlich nicht allein „die da oben“.

In aller Ausführlichkeit verknüpft Rether Aktuelles mit Vergessenem, Nahes mit Fernem, stellt infrage, bestreitet, zweifelt. An zentralen Glaubenssätzen westlicher „Zivilisation“ rüttelt er gründlich, sogenannte Sachzwänge gibt er als kollektive Fiktionen dem Gelächter preis. Mit überraschenden Vergleichen verführt er das Publikum zum Perspektivwechsel – zu einem anderen Blick auf die Welt, in die Zukunft, in den Spiegel, auch unbequemer Wahrheit ins Auge. Und er ruft dazu auf, dass wir uns von unserer vielfach instrumentalisierten Angst und Wut befreien.

Rethers LIEBE ist tragisch, komisch, schmerzhaft, ansteckend: Das ständig mutierende Programm mit dem immer gleichen Titel verursacht nachhaltige Unzufriedenheit mit einfachen Erklärungen und stiftet zum Selberdenken und -handeln an. Bis zu dreieinhalb Stunden plädiert der Kabarettist leidenschaftlich für Aufklärung und Mitgefühl, gegen Doppelmoral und konsumselige Wurstigkeit: Wandel ist möglich – wenn wir wollen.