Bild: Helgi Jonsson
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Information zur Veranstaltung

Ein gutes Sigur-Rós-Plagiat, das in den Momenten besonders gut ist, wenn es kein Plagiat mehr ist.

Zu Beginn müssen hier natürlich Sigur Rós stehen. Dafür gibt es einige Gründe. Fangen wir mit dem schwächsten an: Helgi Jonsson ist Isländer. Geschenkt. Ein weiterer wäre: Das Plattencover wurde von Alex Somers gestaltet, der auch für Sigur Rós arbeitet - die Ähnlichkeiten sind unverkennbar.
Noch wichtiger aber ist, dass der ausgebildete Posaunist und Multiinstrumentalist Sigur Rós auf ihren vergangenen Welttourneen begleitet hat. Als Musiker und zuletzt als Vorband. All das wäre jedoch irrelevant, wenn sein neues Album nicht so oft nach ebendieser isländischen Band klingen würde: die sphärischen Soundlandschaften, die androgyne Stimme und die magisch melancholischen Melodien. Das eigentlich Bemerkenswerte ist dabei, dass er es trotzdem schafft, sich in vielen Momenten zu emanzipieren. Zum Beispiel, wenn er das Flüstern durch seine Bruststimme ersetzt oder klassischere Popstrukturen zulässt. In diesen Momenten, wenn Helgi Jonsson nach Helgi Jonsson und nicht nach Sigur Rós klingt, entfalten seine Songs ihre eigentliche Stärke. (Quelle: intro.de)