Bild: Hera LindBild: Hera Lind
Jetzt Karten für Hera Lind auf ADticket.de sichern und die Autorin 2019 live erleben. weitere Infos

Information zur Veranstaltung

"Zwischen Superweib und Schleuderprogramm" - Hera Lind erzählt ihre Geschichte

Dieser erfrischend spritzige, schonungslos offene und tief berührende Abend handelt von der Bilderbuchkarriere einer selbstbewussten erfolgreichen Frau und Vierfachen Mutter, die in den Neunziger Jahren 12 Millionen Bücher verkauft. Bis sie durch einen Medien-Skandal ins Bodenlose fällt, Image und Existenz verliert, sich aber nicht unterkriegen lässt.
Aufgewachsen in Bielefeld macht sich Herlind Wartenberg nach einem Studium der Germanistik und Theologie sowie einer abgeschlossenen Gesangausbildung einen Namen als Sängerin und gehört dem Kölner Rundfunkchor an. Die Arzttochter bleibt mit der Wahl ihres Lebensgefährten, einem bekannten Kölner Internisten, in den Spuren ihrer Wurzeln. Während ihrer ersten Schwangerschaft 1988 verfasst sie zum Zeitvertreib einen Roman, der den Zeitgeist trifft: „Ein Mann für jede Tonart“. Ihre Sängerkarriere setzt sie zunächst fort, und schreibt in den drei noch folgenden Schwangerschaften einen Bestseller nach dem anderen. Nach dem Erscheinen von „Das Superweib“ macht sie ihr Pseudonym zur Identität: Hera Lind. Ihre Romanheldinnen sind inzwischen zum Sinnbild der modernen Frau geworden, die spielend Karriere, Partnerschaft und das Großziehen der Kinder meistert, und auch sie wird in der öffentlichen Wahrnehmung damit assoziiert.
Ab 1995 moderiert sie ihre eigene Sendung im ZDF („Hera Lind und Leute“), übernimmt 1997 „Herzblatt“ bei der ARD. Als die Beziehung zu ihrem Lebensgefährten von der Öffentlichkeit unbemerkt 1999 schon am Ende ist, lernt sie auf dem „Traumschiff“ ihren späteren Mann, Engelbert Lainer, kennen und lieben, verliert aber durch den daraus resultierenden Medienskandal ihr Image und die Autorenverträge. Das „Superweib“ wird von der einschlägigen Presse als „Rabenmutter“ verschrien, ihre Bücher werden in Discountern verramscht. Als dann auch noch ihre Geldanlagen platzen, ist von der Karriere außer siebenstelligen Schulden nichts mehr übrig.
Gelernt hat Hera Lind daraus: „Hinfallen ist keine Schande, aber Liegenbleiben.“ 18 Jahre braucht sie, um sich aus eigener Kraft wieder aus dieser mentalen und existenziellen Krise herauszuarbeiten. Mit ihren emotional tiefgehenden Tatsachenromanen, die sie seitdem schreibt, betritt sie als Schriftstellerin neuen Boden und steht seit 2006 mit dem Diana-Verlag wieder auf den Bestsellerlisten, hat inzwischen 35 Romane geschrieben und 15 Millionen Bücher verkauft. In ihrer offenen, inspirierenden und unterhaltsamen Art erzählt sie davon, wie sie die Kraft aufgebracht hat, um weiterzumachen und nicht aufzugeben.