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Zu Ihrer Sicherheit und der weiteren Eindämmung des Coronavirus finden alle Veranstaltungen unter Einhaltung der aktuellen gesetzlichen Vorschriften statt: Die jeweiligen Veranstalterinnen und Veranstalter tragen Sorge, dass die Hygienemaßnahmen stets überwacht und eingehalten werden.

Herrschaftszeiten! Tickets - Celle, Schloss Celle, Rittersaal

Event-Datum
Donnerstag, den 23. September 2021
Beginn: 17:00 Uhr
Event-Ort
Schlossplatz 1,
29221 Celle
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: VGH-Stiftung (Kontakt)

Ermäßigungen erhalten Schüler, Studenten, Auszubildende und Arbeitslose jeweils mit Ausweis.

Für Inhaber der NDR Kultur-Karte gibt es eine Ermäßigung von 10% gegen Vorlage des Ausweises.

Schwerbehinderte erhalten den ermäßigten Preis, die Begleitung von Behinderten mit B-Ausweis erhält eine Freikarte.

Sofern keine Freikarten gebucht werden können, bitte die Daten (Adresse, Tel., Konzertwunsch) aufnehmen und an literaturfest@pavillon-hannover.de senden. Die Tickets werden direkt über den Veranstalter versandt.

Vielen Dank!
Ticketpreise
ab 22,00 EUR und Ermäßigungen *
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Bild: Literaturfest Niedersachsen
Der frisch gewählte Bürgermeister bekommt zur Amtseinführung eine prunkvolle Kette umgelegt, die Queen wird mit Hofknicks oder Diener begrüßt, das Familienoberhaupt sitzt traditionell an der Stirnseite und kriegt das beste Bratenstück. Überall herrschen Hierarchien, die durch offizielle und inoffizielle Rituale aufrechterhalten werden. Das gilt für Schulen, Universitäten, Politik und selbst für Orchester. All diese Phänomene greift die Germanistin Christiane Freudenstein in einer bunten Textcollage auf, gelesen von Ulrich Noethen und Franziska Mencz. Dazu spielt Markus Schwind auf der Trompete Fanfaren und Signale, die Macht demonstrieren, besondere Anlässe unterstreichen oder Paraden begleiten.
So richtig kam das Herrschaftsgepränge im Faschismus und in Diktaturen zur Geltung: In der DDR konnte man beim Kauf eines Geburtstagsgeschenks an den hierarchischen Klippen der Mangelwirtschaft scheitern, wie in Günter Kunerts Roman „Die zweite Frau“. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts war in der Halsgerichtsordnung von Kaiser Karl V. vorgeschrieben, wie nach Befragung unter Folter die Hinrichtung zu vollziehen sei – eindrucksvoll in Daniel Kehlmanns „Tyll“ beschrieben. Elias Canetti beschreibt die Machtmittel des Dirigenten, Gisela Elsner erzählt von einer Nachkriegsfamilie, Theodor Wolff berichtet von einer Audienz bei Mussolini und Roger Willemsen sinniert über die rituelle Zwecklosigkeit der Neujahrsansprache.
Bild: Schlosstheater Celle

Schlosstheater Celle – zwischen barocker Tradition und moderner Inszenierung
 
Das Schlosstheater Celle ist Europas ältestes regelmäßig bespieltes Barocktheater mit festem Ensemble und seit jeher von besonderer Bedeutung für das kulturelle Angebot der Stadt und Region. 
 
Auf dem Spielplan wechseln sich klassische Stoffe der Literatur, Uraufführungen, zeitgenössische Stücke sowie thematische Stückentwicklungen ab. Hinzu kommen das hochwertige Programm des Kammermusikrings sowie zahlreiche Extras wie Lesungen, Konzertabende, Gesprächsrunden und musikalische Veranstaltungen.
 
Im barocken Schlosstheater kommen pro Spielzeit neun verschiedene Produktionen zur Premiere. Hinzu kommt das jährliche Weihnachtsstück für Schulen und die ganze Familie. Im einzigartigen Innenhof des Celler Schlosses spielt ab der Spielzeit 2014/2015 jedes Jahr eine Sommertheater-Produktion, die auch im August zu sehen ist. Auf den Studiobühnen des Celler Schlosses – dem Malersaal und der Turmbühne – zeigt das Schlosstheater intime Stücke, Lesungen und Inszenierungen für die jüngsten Zuschauer. Darüber hinaus finden im Salon und dem Kaminzimmer des Schlosses Stückeinführungen, Matineen, Publikumsgespräche, Lesungen und Premierenfeiern statt.
 
Seit Anfang 2015 hat zusätzlich die Halle 19 als neue Hauptspielstätte des Jungen Theaters Celle das Programm erweitert. Sie bietet nicht nur einen spannenden Kontrast zum barocken Schlosstheater, sondern auch besonders flexible Nutzungsmöglichkeiten eines modernen Raumtheaters.