Himmelsstürmer des Spätbarock Tickets - Frankfurt am Main, Evangelische Wartburgkirche

Event-Datum
Sonntag, den 17. November 2019
Beginn: 17:00 Uhr
Event-Ort
Hartmann-Ibach-Straße 108,
60389 Frankfurt am Main
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Frankfurter Kantorei e.V. (Kontakt)

Ermäßigungsberechtigt sind Kinder bis einschließlich 7 Jahre, Schüler, Studenten, Azubis, Zivis, Wehrdienstleistende, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger und Behinderte (mindestens 80%). Entsprechende Ausweise sind UNAUFGEFORDERT am Eingang vorzuzeigen, andere Ermäßigungsberechtigungen können leider NICHT akzeptiert werden.
Sofern ein B im Ausweis vermerkt ist, ist die Begleitperson frei. Karten für Menschen mit Behinderung unter der Tickethotline 0180 60 50 400 (20ct./Anruf aus dem Festnetz, max. 60ct./Anruf aus dem Mobilfunknetz).
Ticketpreise
von 15,00 EUR bis 35,00 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Himmelsstürmer des Spätbarock - Frankfurter Kantorei
„Himmelsstürmer des Spätbarock“
Vivaldi, Domine ad adiuvandum me festina (RV 593) für Sopran, Chor und Orchester
Johann Adolph Hasse, Grave e Fuga für Streichorchester
und „Mea tormenta properate” für Sopran und Orchester
Jan Dismas Zelenka, Missa Omnium Sanctorum a-Moll ZWV 21
Philipp Mathmann, Sopran
Ulrike Malotta, Alt
Florian Cramer, Tenor
Frederic Moerth, Bariton
Frankfurter Kantorei
Camerata Frankfurt
Winfried Toll
Frankfurter Kantorei

Das Konzert der renommierten Frankfurter Kantorei wird Werke
von vier Himmelsstürmern des Spätbarock präsentieren, wobei
insbesondere der aus Bergedorf bei Hamburg stammende Johann
Adolph Hasse alle Register der spätbarocken Affekte bis in die
Extreme hinein zieht und damit eine Ausdrucksmusik schafft, die
die kommende Epoche des „Sturm und Drang“ vehement ankündigt.
Und auch die Musik Zelenkas ist unorthodoxe
Ausdrucksmusik, formal kühn und eigenwillig mit stets
überraschenden Wendungen, eine letzte außergewöhnliche
Apotheose der Messkompositionen des von Bach überaus
geschätzten Zeitgenossen.

Hauptwerk des Konzertes wird Jan Dismas Zelenkas ,,Missa
Omnium Sanctorum“ sein. Über Zelenka, 1679 in Böhmen geboren
und 1745 in Dresden gestorben, schrieb Volker Hagedorn in der
Wochenzeitung Die Zeit unter dem Titel „Der Bizarre neben Bach“:
Zelenkas Werke zeigen, was zu seinen Lebzeiten offenbar nur
Große wie Bach kapierten, der Stücke von Zelenka in seiner
Bibliothek hatte: ein Genie. Ein Typ an der Wahnsinngrenze, von
solcher Individualität und Fusionskraft, so witzig und so inbrünstig,
so innovativ und unverwechselbar, dass ihn seine Arbeitgeber auf
Händen hätten tragen müssen. Aber selten ist ein Künstler seines
Formats so erbärmlich behandelt worden wie dieser gebürtige
Prager im glänzenden Dresden August des Starken und seines
Nachfolgers. Erstaunlicherweise komponierte er umso
spannender, je weniger Chancen er hatte. Mit seinen letzten vier
Messen katapultierte er sich in die Zukunft und auf einen
Spezialplatz neben Bach.

Philipp Mathmann, 25-jähriges Multitalent mit schon jetzt
erstaunlicher Vita und zuletzt Schüler von Emma Kirkby, Ikone des
Barockgesangs, wird die Sopranpartien übernehmen, die in der
Barockzeit von den damals umjubelten Kastraten gesungen wurden.