Bild: Hin und Her - Freies Theater Wiesbaden

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Information zur Veranstaltung

Hin und Her ist eine Komödie von Ödön von Horváth aus dem Jahre 1933, die durch ihre dramaturgische Dichte und den gesellschaftskritischen Unterbau besticht. Zentrales Motiv ist die Situation eines abgeschobenen Unternehmers, der seinen Aufenthaltsstatus verliert, seine Staatsbürgerschaft in seinem Geburtsland verloren hat und nunmehr im Niemandsland zwischen den Grenzen hin und her irrt, mit den Mühlen der Bürokratie kämpft und darüber fast seinen Verstand verliert.

Das Ensemble des Freien Theater Wiesbaden inszeniert eine gestraffte Fassung dieses sehr heutigen Stückes im Juli 2016 unter freiem Himmel mit einer sechsköpfigen Besetzung. Auf dem Gelände des Wiesbadener Tennis- und Hockeyclubs erwacht diese Geschichte zum Leben.

Ein unbedeutender Grenzübergang irgendwo im Nirgendwo zwischen zwei nicht näher benannten Staaten. Der Unternehmer Havlicek musste sein Geschäft schließen, das er viele Jahre erfolgreich führte und dafür brav und treu seine Steuern bezahlte. Da er jedoch nicht an seinem Wohnort geboren wurde, sondern auf der anderen Seite der Grenze, und nun in die soziale Sicherung des Staates fallen würde, wird er abgeschoben.
Da er sich aber nicht erneut in seinem Geburtsort gemeldet hatte, wie es ein (ihm unbekanntes) Gesetz vorschreibt, hat er seine Staatsbürgerschaft verloren und hängt nun im Transit fest. Keiner der beiden Grenzposten fühlt sich zuständig und so wandert er hin und her. So undurchlässig, wie es scheint, ist die Grenze jedoch nicht.
Die Tochter des einen Grenzers wechselt allabendlich die Seite, um ihren Geliebten – den Grenzer der anderen Seite – zu besuchen, sehr zum Missfallen ihres Vaters. Das Personal wird durch eine bankrott gegangene Wirtin, ein im Grenzbach angelndes Paar, eine Schmugglerbande und die heimlich konferierenden Staatschefs der beiden Seiten ergänzt.