Bild: Howe Gelb
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Information zur Veranstaltung

Mit seinem neuen Soloalbum wagt Alternative Country-Rocker und Giant Sand-Mastermind Howe Gelb den Weg in jazzige Gefilde. Auf diese Reise begleiten ihn nur Kontrabass und dezente Percussions – er selbst sitzt am Klavier.

Um kurz die Szene zu beschreiben: ziemlich unverantwortliche Pärchen kuscheln in schummerigen halb-beleuchteten Couchecken, die Jukebox spielt alte Sinatra-Songs und da drüben sitzen so einige Leute die sich nie wieder verlieben wollen. Es ist die letzte offene Bar und der Pianist klimpert an dem etwas heruntergekommenen Flügel. Aber wir wissen: Der Typ ist großartig. So lapidar wie gekonnt lässt er Wörter wie "Iconoclast", "apropos", "Tumult" und "ludicrous" – "wahnwitzig" in seine Songs gleiten, er nennt "Konstantinopel" beim Namen, das ist ziemlich oldschool.
Als wären die Songs für Typen geschrieben die selber Standards gesetzt haben: Monk, Cohen, Bacharach, selbst Merle Haggard. Es sind die seelenreinigenden Zeilen und diese frei formbaren Melodien die suggerieren, dass jeder Sänger das Dutzend von amerikanischen Piano-Balladen interpretieren könne, die Songs in seine eigene Off-Beat Weltansicht einfügen und sich aneignen könne. Wer würde denn nicht gerne den Tanz mit einer Zeile wie "World peace declared, no problem spared..." eröffnen?

Es sind "Future Standards" des Howe Gelb Piano Trios, das hier einen anderen Aspekt der musikalischen Sozialisation Amerikas beleuchtet, ähnlich abstrakt wie das Gospel, Rhythm & Blues gefärbte "’Sno Angel" von 2006. Jetzt ist Howe Gelb auf einem in Jazz getunkten Trip, das Genre an sich so ausweitend dass es wieder zu den Wurzeln zurückkehrt.