I am a Mole and I Live in a Hole - Der Maulwurf macht weiter Tickets - Berlin, HAU2

Event-Datum
Mittwoch, den 27. September 2017
Beginn: 19:00 Uhr
Event-Ort
Hallesches Ufer 32,
10963 Berlin
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Hebbel am Ufer (Kontakt)

- Ermäßigte Karten gelten für Schüler*innen, Studierende, Jugendliche im Freiwilligendienst, Sozialhilfe- oder Arbeitslosengeld-Empfänger*innen, Inhaber*innen eines Schwerbehindertenausweises, Grundwehrdienstleistende, Auszubildende sowie Empfänger*innen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und sind nur mit einem Nachweis gültig. Bitte halten Sie diesen am Einlass bereit.
- Karten mit Tanzcard-Ermäßigung gelten nur in Verbindung mit einer gültigen Tanzcard.

- Discount tickets are available for students, young people doing voluntary civil or military service, welfare recipients,...(Mehr Info)
Ticketpreise
ab 8,80 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Die Nacht der Maulwürfe - der Maulwurf macht weiter
Die Präsentation widersetzt sich der Vorstellung des Untergründigen als einem Ort der Zuflucht und des aufkeimenden Widerstands. Die einzelgängerische Figur des Maulwurfs wird zum Begleiter auf eine Reihe von Exkursen durch die chthonischen Neigungen kultureller und aktivistischer Praktiken, die vor dem Hintergrund und im Gegensatz zu dem Kampf um die Sonne und dem Leben oben auf der Erde durchleuchtet werden. Wir begeben aus auf eine Wanderung in die Tiefen post-apokalyptischer Zufluchtsorte und wundern uns darüber, dass die 99% ihre Forderungen nach einem Platz an der Sonne nicht leidenschaftlicher vorbringen. Andere Tierfiguren wie die der Ratte oder der Fledermaus, die sich mit dem Maulwurf die Dunkelheit teilen, werden aufgefordert mitzudiskutieren, wie man andere Sinne weiterentwickeln kann, wenn einem die Sicht abhanden gekommen ist und man die guten Geister der Unterwelt heraufbeschwören muss: So werden bedenklich wirkende Kunsträume, ungesund aussehende, womöglich tödliche Keller und Tunnel grabende Maschinen, die nach orthodoxen Heiligen benannt sind, von den Diskutierenden vorgeschlagen. Einige sind für eine riesige Maulwurfskulptur, die sinnbildlich die Bestrafung von Gier darstellen, andere wollen sich zusammentun, um gegen die Dunkelheit in der Stadt Ember zu protestieren. Dann wiederum wird das Bild eines einsamen, in abgelegenen und anonym wirkenden Räumen arbeitenden Hackers in den Raum geworfen: er zeigt uns, wie er in Netzwerke eindringt und sie übernimmt, und bringt uns gleichzeitig bei, wie wir in der Zukunft womöglich leben werden. Ganz gleich, ob diese Zukunft heller als die Gegenwart oder ob sie im Gegenteil dauernd von Stromausfall bedroht sein wird: Allein die Möglichkeit ihrer Existenz wird von unserer Sicht auf das bestimmt, was wir als Gemeinschaft verstehen.
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Part of the festival "The Mole Keeps on Digging. Animals / Politics / Performance"
The presentation will depart from the imaginary of the underground as a refuge and as a place of resistance building. The solitary figure of the mole will accompany a series of excursuses through the chthonic propensities of cultural and activist practices, seen on the backdrop of and opposed to a battle for the sun and the upper land. There will be wandering in the depths of post-apocalyptic shelters and wondering why there is not more passion in the claim of the 99% for the light. Other figures from the mole’s peers within darkness, such as the rat and the bat, will be summoned to a discussion on how to develop other senses when sight is obscured and how to invoke the good spirits of the underworlds. Examples will range from precarious art spaces relegated to unhealthy, potentially lethal basements to tunnel-boring machines named after Orthodox saints; from a giant mole as a manifestation of punishment for greed to people standing united against darkness in the City of Ember; and from the figures of solitary hackers working in remote, anonymous places to their ways of network-operating and infiltrating, teaching us possible modes of being in the future. Whether this future will be bright or lived under the constant menace of blackout, the possibility for its very existence seems to be configured only in and by a horizon of collectiveness.

HAU2, Berlin