IDÉE FIXE: Mariani Klavierquartett Tickets - Münster, Erbdrostenhof

Event-Datum
Sonntag, den 08. Dezember 2019
Beginn: 18:00 Uhr
Event-Ort
Salzstraße 38,
48143 Münster
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: GWK e.V. (Kontakt)

Ermäßigungsberechtigt sind:

GWK-Mitglieder, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, Arbeitslose, Sozialdienstleistende.

Rollstuhlfahrer melden sich bitte direkt bei der GWK an. Tel: 0251-5913041 oder buero.gwk@lwl.org.

Die Ermäßigungsberechtigung ist am Einlass vorzuzeigen.
Ticketpreise
ab 24,00 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Chapeau Classique - Konzerte Junger Virtuosen
Eine „kammermusikalische Sensation“ nannte der SWR die CD-Einspielung der Quartette Enescus und Faurés durch das Mariani Klavierquartett. Mit höchster Intensität und Ausdruckskraft, Esprit und Inspiration bringen die vielfach ausgezeichneten Virtuosen Fauré und Enescu auch auf die Bühne.

1944, im schlimmsten Krieg und innenpolitischen Aufruhr – Rumänien ist Verbündeter Deutschlands –, widmet Enescu sein d-Moll Quartett seinem Lehrer Fauré. In ihrer gebrochen impressionistischen Ruhe, Innigkeit und introvertierten Kraft wirken die ersten beiden Sätze wie eine Erinnerung an den Frieden. Betörend die ganz eigene polyphone Welt des Rumänen, die folkloristische Elemente einspinnt, die Stimmen raffiniert miteinander verwebt, so als würde die Musik improvisiert. Wild wie die Zeit selbst der letzte, dritte Satz. Ist der durchdringende Akkord am Schluss ihr Widerhall, ist er Aufbegehren gegen sie?

Hochenergetische Passagen auch bei Fauré. Sie stehen eleganten lyrischen Themen gegenüber. Die Harmonik entführt in sphärische, aber immer verständliche Welten. Mit einem der eruptivsten Momente in der Quartettliteratur der Romantik hebt das g-Moll-Quartett an und potenziert in der Folge dessen Energie. Dabei nimmt das aufbrausende 32stel-Perpetuum mobile im Klavier „die Erfindung der E-Lokomotive vorweg. Dieses 10-taktige Thema ist die idée fixe des Stückes und dient als rhythmisch-melodischer Pool für die Entwicklung aller weiteren Themen des Werkes“ (G. Vielhaber). Skurril, nervös der 2. Satz, im 3. Satz pianissimo eine Kindheitserinnerung Faurés: das Glockengeläut aus dem Nachbardorf. Explosiv der Schlusssatz, irre chromatische Modulationen. In der furiosen Coda blitzen verschiedenste Themen des Stückes auf und entzünden ein Feuerwerk in G-Dur.


Programm:
Georges Enescu (1881–1955): Klavierquartett Nr. 2 d-Moll, op. 30
Gabriel Fauré (1845–1925): Klavierquartett Nr. 2 g-Moll, op. 45