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Im Stillen - Stück von Clemens Mädge

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Information zur Veranstaltung

Margarete ist alt und allein. Sie lebt zwar mit ihrem Ehemann Hermann seit vierzig Jahren zusammen, nur kann von einem „zusammen“ schon länger nicht mehr die Rede sein: Meistens sitzt Hermann vor dem Fernseher und Margarete allein an ihrem Küchentisch - gegen das aufkeimende Gefühl der Einsamkeit bewaffnet mit Fotoalbum, Erinnerungen, Kreuzworträtseln und seit neuestem mit einem Laptop. Sie will teilhaben am Leben! Also erfindet Margarete sich neu: „Ich bin 25 Jahre alt und arbeite in einem Café. Ich bin lebenslustig, habe Spaß, gehe gern tanzen und liebe die Natur. Mit freundlichen Grüßen, Maggie.“ Die neuen Welten gewähren ihr eine Zuflucht, die sie in der Realität nicht mehr findet. Während sie ihr eigentliches Leben immer kritischer betrachtet, vollzieht sich schleichend ein weiterer Prozess: Margarete wird dement. Wir verfolgen den langsamen Verlust von Identität und Beziehungen aus Margaretes Perspektive und aus der ihres Enkels Jonas…

Clemens Mädge hat mit seinem Text eine bestechend unsentimentale und genaue Betrachtung dieses Falles unternommen. Eine ebenso amüsante wie berührend Studie über Verlorenheit. „Ein Abend zum Nachdenken über die Vergesslichkeit” setzt sich mit dem Thema Demenz, mit ihrer Bedeutung für den Einzelnen und dem Bild, das wir von dieser Krankheit haben, auseinander.