Bild: Inside IS - GRIPS TheaterBild: Inside IS - GRIPS Theater
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Information zur Veranstaltung

Inside IS 
Aufführung des GRIPS Theaters Berlin 
Für Zuschauer ab 15 Jahren

Theaterstück von Yüksel Yolcu 
nach Motiven des Buches „Inside IS - 10 Tage im ‚Islamischen Staat‘“ von Jürgen Todenhöfer 

Jürgen Todenhöfers Report über seine Reise in den sogenannten Islamischen Staat liefert die dokumentarische Basis für ein Theaterstück, das der Frage nach der Verführbarkeit junger Menschen durch radikale Ideologien nachgeht. Von der ersten Kontaktaufnahme über Skype bis hin zu den Erlebnissen vor Ort in Mosul: Todenhöfer begegnet Kämpfern voller Widersprüche, jungen Deutschen, die zum Islam konvertiert sind und sich radikalisiert haben, aber auch Müttern, die um ihre Söhne bangen. 
Theaterautor Yüksel Yolcu lässt diese Figuren kaleidoskopartig aufblitzen und ergänzt sie durch eigene Recherchen über Rückkehrer aus Syrien. Seine Eindrücke aus Gesprächen mit einem Imam, der mit jungen Moslems im Gefängnis arbeitet, finden sich in seiner Arbeit wieder. 

Der „IS“ zieht Männer und zunehmend Frauen an. Diese „Überläufer“ befinden sich in einer Lebensphase, in der sie auf der Suche sind nach Orientierung und nach einem Platz in unserer Gesellschaft. Warum geraten gerade junge Menschen aus Europa in den Sog des „IS“ und sind bereit, sich für ein versprochenes Paradies in die Luft zu sprengen? Was versäumt unsere Gesellschaft, wenn diese Menschen darin kein alternatives Angebot für einen Lebensentwurf erkennen?

Der Autor und Regisseur Yüksel Yolcu hat als erster die Rechte für eine Bühnenfassung von „Inside IS“ bekommen. Er fügt mit seiner theatralen Forschungsreise Todenhöfers Bericht eine unmittelbare Perspektive hinzu.

Der Journalist Jürgen Todenhöfer gilt als umstritten. Seit der Veröffentlichung von „Inside IS“ 2015 steht er im Zentrum vor allem westlicher Kritik. Geschätzt wird er aber auch für sein Bestreben, präzise zwischen Islam und „Islamischem Staat“ zu unterscheiden. Erst das eröffnet die Chance für ein kollektives Nachdenken jenseits rassistischer Vorurteile.