Jasmin-Isabel Kühne (Harfe): Kontraste Tickets - Greven, Beat Club, Keller der Gaststätte "Goldener Stern"

Event-Datum
Freitag, den 15. September 2017
Beginn: 20:30 Uhr
Event-Ort
Martinistr. 2,
48268 Greven
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: GWK (Kontakt)

GWK-Mitglieder, Beat-Club-Mitglieder, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, Arbeitslose, Sozialdienstleistende.

Die Ermäßigungsberechtigung ist am Einlass vorzuzeigen.

Andere Vorverkaufsstellen: Greven Marketing 02571-1300; Beat Club Greven 02571-81303

Bitte beachten Sie, dass der Veranstaltungsort nicht barrierefrei ist. Für Rollstuhlfahrer besteht leider keine Zugangsmöglichkeit.
Ticketpreise
ab 15,00 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Beat Club BLISS 2017
Makellose Spieltechnik, Farbenreichtum, Expressivität: Wer Jasmin-Isabel Kühne hört, erkennt, warum ihr Instrument fasziniert. Ein Abend der Kontraste: Nach dem barocken Einstieg mit der Lautensuite von Bach, in deren Kunsttänzen sich Französisches und Italienisches mischt, springt die mehrfach ausgezeichnete Harfenistin ins 20. Jh. An die Bachsche Transparenz knüpft sie mit der technisch und musikalisch eminent anspruchsvollen Solosuite Brittens an, einem Schlüsselwerk der Harfenliteratur, das allerdings das gängige Klischee der Harfe nicht bedient. So sind Glissandi und Kaskaden auf ein Minimum reduziert, zumeist erklingen Einzeltöne – wie Juwelen. Im Kontrast dazu Henriette Reniés „Pièce“. Die berühmte Harfenvirtuosin und Komponistin entdeckte für die Harfe eine neue Klangfülle und Resonanzkraft, als sie, Franz Liszt vergleichbar, in symphonischem Stil komponierte. Höchste Ansprüche an Musikalität und Virtuosität auch bei Holliger. Stellt der Komponist in der „Aria“ seiner Partita seine Idee einer vollkommenen Verschmelzung des Klanges vor, so beschließt er sie einstimmig – in der schönsten Klanglage der Harfe. Stürmisch dann das „Poème“ Paul Ben-Haims, eines der bedeutendsten Komponisten Israels. Indem er europäische und orientalische Elemente zu einem ganz eigenen Stil verband, schuf er die Grundlage für eine nationalisraelische Musik. Auch Jasmin-Isabel Kühne trägt dazu bei, Ben-Haim, der aus Deutschland vor den Nazis fliehen musste, in seinem Herkunftsland zu entdecken. Sein „Gedicht“ für Harfe ist voller Bewegung und Drama. Ein Sturm.

Programm:
Johann Seb. Bach (1685–1750): Suite e-Moll für Laute, BWV 996
Benjamin Britten (1913–1976): Suite for Harp, op. 83
Henriette Renié (1875–1956): Pièce Symphonique
Heinz Holliger (*1939): Partita II für Harfe (2004)
Paul Ben-Haim (1897–1984): Poem for Harp (1959)

Foto: (c) Neda Navaee

Beat Club, Keller der Gaststätte "Goldener Stern", Greven