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Julia Fischer & Daniel Müller-Schott - Ungarische Nationalphilharmonie

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Information zur Veranstaltung

Die Geschichte des National Philharmonic Orchestra begann im Jahre 1923 mit der Gründung des Metropolitan Orchestra, das sich rasch zu einer Säule des ungarischen Musiklebens entwickelte. Gegründet wurde es von Dezs&337; Bor, der fünfzehn Jahre lang als Chefdirigent wirkte. Nach dem Krieg wurden Ferenc Fricsay und László Somogyi als Erste Dirigenten berufen. In dieser Ära leitete Otto Klemperer vierzig Konzerte, und auch Antál Doráti war regelmäßig zu Gast.

Damals arbeiteten zahlreiche ausländische Gäste mit dem Orchester.1952 wurde János Ferencsik zum Chefdirigenten berufen, was sich als Wendepunkt in der Geschichte des Ensembles erweisen sollte – eine geradezu himmlische Verbindung. In den 1960er Jahren wurde eine ganze Reihe von Gastdirigenten eingeladen, deren Namen sich wie ein Who´s Who des Berufsstandes lesen: Ernest Ansermet, Antál Doráti, Zubin Mehta, Lorin Maazel, Sir John Barbirolli, Leopold Stokowski, Claudio Abbado und Christoph von Dohnányi. Auch bat man Solisten von Weltgeltung wie Swjatoslaw Richter, Yehudi Menuhin, Anja Silja, János Starker und Ruggiero Ricci auf die Bühne.

Mit dem Tod von János Ferencsik ging eine ganze Ära in der Orchestergeschichte zu Ende. 1987 fand man im japanischen Dirigenten Ken-Ichiro Kobayashi einen idealen Nachfolger. Ken-Ichiro Kobayashi, der das Orchester zehn Jahre leitete, erfreut sich in Ungarn einer großen Beliebtheit. Die nächste einschneidende Veränderung erfolgte 1998, als das Ensemble in Hungarian National Philharmonic umbenannt und zusammen mit dem Hungarian National Choir zur Nationalinstitution ernannt wurde.

Darüber hinaus gab es bedeutende Veränderungen in der künstlerischen Leitung des Orchesters. Seit Herbst 1997 wirkt Zoltán Kocsis als Music Director, der mit Zsolt Hamar einen der begabtesten ungarischen Nachwuchsdirigenten zum Resident Conductor berief. Zsolt Hamar blieb bis Juni 2004 beim Orchester. Von April 2004 bis Ende 2006 war der brillante Klarinettist und Dirigent Kálmán Berkes als ständiger Gastdirigent des Hungarian National Philharmonic Orchestra tätig.

In den vergangenen Jahren erhielt das Ensemble bemerkenswert viele Einladungen ins Ausland. Es feierte große Erfolge in der New Yorker Avery Fisher Hall, der Suntory Hall in Tokio, der Birmingham Symphony Hall, dem Athener Megaron Musicos und beim Festival International de Colmar. ConcertoNet, das renommierte Klassikjournal im Internet, zeichnete den New Yorker Auftritt des Orchesters im Februar 2003 mit dem Lully Award für das beste Konzert der Saison aus.

Im Frühjahr 2003 veröffentlichte das Orchester seine erste CD mit dem Dirigenten Zoltán Kocsis. Die Einspielung mit Werken von Debussy und Ravel (einige davon in Kocsis’ eigener Transkription) war die erste bedeutende Aufnahme seit der Ära Ferencsik und wurde von der Kritik gefeiert.

Sie gewann den Preis als „Album des Jahres” der ungarischen Zeitschrift Gramofon, und die international besetzte Jury der Cannes Midem Classical Awards bezeichnete sie als “beste ungarische Klassik-CD des Jahres”. Im Februar 2004 erschienen drei weitere CDs: eine mit drei Kompositionen von Bartók – Tanzsuite, Konzert für Orchester und Ungarische Bauernlieder. Der Herausgeber von American ClassicsToday.com und gleichzeitig Jury-Vorsitzender der Midem schrieb: „Es gibt keine schönere Interpretation der Tanzsuite.”

Die Einspielung des Konzertes erhielt ähnlich eindrucksvolles Lob: „Man wird keine konkurrierende Version finden, die gleichzeitig intuitiv erregender und treuer gegenüber Wort und Geist von Bartóks Partitur wäre.” Die beiden anderen CDs sind eine Auswahl von Live-Auftritten aus der Konzertsaison 2001/2002: Auf der ersten präsentiert Dohnányi Debussy (in einer Orchestrierung von Kocsis) und Rachmaninoff, auf der zweiten Werke von Schönberg und Varèse.

Anfang 2005 bezog das Orchester zusammen mit dem National Choir und der National Music Library sein neues Heim, den Palast der Künste, den es mit einem Konzert am 8. Januar 2005 einweihte. Die beiden dabei aufgeführten Mozart-Symphonien in g-moll erschienen bei BMC und waren in Ungarn und im Ausland bei der Kritik sehr erfolgreich.

Unter der künstlerischen Leitung von Zoltán Kocsis beteiligt sich das Ensemble aktiv am 2006 begonnenen Einspielungsprojekt für das Gesamtwerk von Bartók bei Hungaroton. Die ersten Aufnahmen dieser Reihe erschienen im Dezember 2006: die Kossuth-Symphonie und Der hölzerne Prinz. Diese SACD erhielt bedeutende internationale Auszeichnungen (MIDEM Classical Award, Diapason d’or, Pizzicato Supersonic Prize etc.). Im Oktober 2007 kam die Einspielung des Violinkonzerts op. posth. heraus, und im November 2008 wurde die Reihe mit der Suite Nr. 2, dem Rumänischen Tanz, den Rumänischen Volkstänzen und der Tanzsuite auf einer SACD fortgesetzt.

Am 1. Dezember 2006 wurde das Hungarian National Philharmonic vom ungarischen UNICEF-Komitee zum Goodwill-Botschafter ernannt.
Zusammen mit anderen führenden europäischen Orchestern ist das Ensemble Mitglied eines „exklusiven Clubs” namens www.classiclive.com. Wenige Tage nach einem Live-Auftritt kann man dort alle Budapester Konzerte im Internet verfolgen.

Im September und Oktober 2008 sendete der europäische Klassikfernsehsender „Mezzo” ein Bartók-Programm mit dem HNPO und Maestro Zoltán Kocsis.