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Bild: Kafkas Heidelbeeren - L’Art Pour L’Art
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Information zur Veranstaltung

Alle Filme scheinen gerissen und immer wieder neu zusammengesetzt zu sein. Palimpsest, Collage, Rondo, egal mit welchen Techniken oder Formen »Kafkas Heidelbeeren« hervorgebracht wird, Linearität spielt keine Rolle. Getreu dem Gedanken Kafkas »…dass immer wieder alles neu ist, da es zu einer anderen Zeit an einer anderen Stelle scheinbar gleich wieder auftritt…« tauchen Texte des belgischen Surrealisten Henri Michaux, des eher weitschweifigen Denkers Roland Barthes und eben Kafkas aus immer wieder anderen Mündern, falschen Körpern und an anderen Orten auf. Mit der Musik ist es ähnlich, kaum unterscheidbar. Was hören wir gerade? Die Musiker oder Playback?
Die Lieder »Täuschung« und »Der Wegweiser« von Franz Schubert helfen auch nicht weiter.
Zum Finale rät Kafka zur Sesshaftigkeit und erkennt die reichbehängten Heidelbeerpflanzen als großartig genug an, um sich zu setzen und zu ernten. Die Botschaft wird auf Spielzeugautos mit sogenannter Anstoß–Umkehrmechanik durch den Raum gefahren. Fragile Lowtech wie Feedbackflaschen, ein obertonmodulierender Kochtopf, Mundlautsprecher, Telefonhörer, Staubsauger und die von Spielzeugautos bewegten Lautsprecher erweitern die klanglichen Möglichkeiten des Ensembles.
»Kafkas Heidelbeeren« ist ein Stück voller richtig falscher Assoziationen, Irrwege und Stillstände. Und nur eines erscheint als sicher: Orientierungslosigkeit kann auch an Schönheit vorbeiführen.

Ensemble L’ART POUR L’ART: Ute Wassermann (Stimme), Beate von Hahn (Sopran), Torsten Schütte (Akteur), Astrid Schmeling (Flöten), Michael Schröder (Gitarre, E- Bass), Matthias Kaul (Perkussion, Glasharmonika)
Komposition: Matthias Kaul
Klangregie: Stefan Troschka