Bild: Karfreitagskonzert - Münsterkantorei UlmBild: Karfreitagskonzert - Münsterkantorei Ulm
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Information zur Veranstaltung

Im traditionellen Karfreitagskonzert des Motettenchor der Münsterkantorei kommt in diesem Jahr eine ungewöhnliche Werkkombination zur Aufführung: 
Anlässlich des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven (1770-1827) erklingt das Passionsoratorium „Christus am Ölberge“. Eine 1803 vollendete Komposition, deren Handlungsgrundlage ein von Franz Xaver Huber verfasstest Libretto bildet, welches auf allen vier Evangelientexten basiert und dessen Mittelpunkt die Szene im Garten Gethsemane darstellt.

Entstanden ist das Werk 1803. 1801 eröffnete Emanuel Schikaneder (u.a. Librettist von Mozarts „Zauberflöte“) das Theater an der Wien, an dem ab Anfang 1803 Beethoven als Hauskomponist wirkte. In der Fasten- und Passionszeit fanden keinen Opernaufführungen statt, so dass sich Beethoven der Komposition dieses Passionsoratoriums widmen konnte. Die Uraufführung, bei der als weitere Werke Beethovens zweite Sinfonie und das dritte Klavierkonzert erklangen, fand am Dienstag in der Karwoche statt.

Im, durch die instrumentale Introduktion eingeleiteten, ersten Teil wird die innerliche Verfassung Jesu thematisiert. Im zweiten Teil spitzt sich, vor allem durch die Petrus-Szene und die Gefangennahme die Handlung dramatisch zu, die sich schließlich in ausladendem Chorjubel entlädt.

Außerdem erklingen in dieser Aufführung Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550 und dessen „Grabmusik“ KV 42, die er als 10-jähriger zwischen den beiden Wunderkindreisen in Salzburg für die Karwoche 1767 komponiert hat.

Die Verbindung zwischen beiden Komponisten rührt aus Beethovens Verehrung für Mozart. 1786 soll Beethoven Mozart vorgespielt haben, um sich damit für Unterricht bei Mozart zu bewerben, der auch bereit war ihn zu unterrichten. Allerdings musste Beethoven nach diesem Vorspiel aus familiären Gründen nach Bonn zurückkehren. 1792 kehrte er nach Wien zurück, Mozart starb 1791.

Mozarts Sinfonie Nr. 40 entstand im Sommer 1788 (gemeinsam mit den Sinfonien 39 & 41) innerhalb weniger Wochen, voller Geldsorgen und „schwarzen Gedanken“, wie Mozart in einem Brief schrieb. Mit dem Verzicht auf Pauken und Trompeten wirkt das Werk einerseits düster und melancholisch, andererseits erzeugen gerade diese Tristesse und Melancholie eine unglaubliche Schönheit.

Konzert zur Todesstunde
Ludwig van Beethoven (1770-1827) 
Christus am Ölberge
Wolfgang Amadeus Mozart: Grabmusik KV 42 &
Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550

Hanna Zumsande (Sopran)
Gernot Heinrich (Tenor)
Daniel Blumenschein (Bass)

Karlsruher Barockorchester

Motettenchor der Münsterkantorei Ulm
Leitung: Friedemann Johannes Wieland

Ermäßigte Eintrittspreise gelten für Inhaber der Lobby-Card, Schüler, Studenten, Mitglieder des Fördervereins Musik am Ulmer Münster und Hartz-IV-Empfänger sowie Behinderte mit Ausweis-B bei Vorlage des entsprechenden Ausweises bei den externen (physischen) Vorverkaufsstellen.

Behinderte Personen mit "B" im Ausweis erhalten den ermäßigten Eintrittspreis und die Begleitperson erhält freien Eintritt. Die behinderte Person und ihre Begleitperson erhalten ein gemeinsames Ticket. Die Tickets für Rollstuhlfahrer und Schwerbehinderte sind ausschließlich bei den externen (physischen) Vorverkaufsstellen zu erwerben.

Die Plätze für Rollstuhlfahrer/Schwerbehinderte und ihre Begleitperson befinden sich im Schiff rechts, jeweils in Reihe 9 bis Reihe 11 Plätze 27+28.

Foto: SPIESZDESIGN