Bild: Kasimir und Karoline
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Information zur Veranstaltung

Kasimir und Karoline

Der Wurstmarkt, das größte Weinfest der Welt, ist der Schauplatz des Volkstückes aus den 30er Jahren des letzten Jahrtausends.

Dort trifft sich Kasimir mit seiner Karoline. Sie lieben sich, sie passen zueinander; das glauben sie zumindest. Eigentlich wollen sie heute zusammen feiern, Karussell fahren, Spaß haben und genießen.

Gestern wäre das auch gelungen, vielleicht. Aber heute wurde Kasimir entlassen. Er wurde gedemütigt. Er hat keine Arbeit. Er hat im Wurstmarkt-Sortiment heute nur Lust auf „Hau den Lukas“ oder wen auch immer, Hauptsache schwächer und es wehrt sich nicht.

Karoline freut sich auf die Zukunft, wenn uns Zeppeline als Warenhäuser per Drohnen auf einen Klick im Browser beliefern – Zeppelando sei es gedankt. Luftschlösser liefern reale Illusionen. Das wird die Wirklichkeit. Sie will heute nicht das Negative sehen, sondern ein­fach nur feiern und sich freuen. Und die Liebe höret nimmer auf. So soll es sein.

Was aber passiert, wenn beide zu schwer sind füreinander. Phrasen und nichtssagende Klischees führen zu Missverständnissen. Die Kommunikation ist geprägt von dem Unter­bewussten, der Unterstellung. Karoline lässt sich aus Trotz auf Schürzinger ein, und als Kasimir nur mit neuen Beschimpfungen rea­giert, steigt sie schließlich in den Wagen von Schürzingers Chef, in der Hoffnung auf den gesellschaftlichen Aufstieg. Währenddessen lässt sich Kasimir auf die kriminellen Machen­schaften von seinem Freund Merkl Franz ein, der sich als einer der Abgehängten fühlt und die hochkapitalistischen Limousinen der Steuerhinterzieher leerräumen will.

Der Theater-Abend auf der Limburg demaskiert die gesellschaftlichen Fassaden, desillusioniert moderne Romantik, zeigt die Menschen wie sie sind, die Wurzel allen Übels. Das TadW beleuchtet aber auch wie interessant, toll, liebenswert und vor allem komisch sie sind, in ihrer Vielschichtigkeit und Unvollkommen­heit, die Menschen auf dem Wurstmarkt.

Humor und Selbstironie zeigen uns, wer wir sind.

Zwischen großer Komik und bitterem Ernst, zwischen Geprahle und Geprotze, Alkohol und Zuckerwatte entdecken die Menschen sich und ihre Triebe.

Die Liebe steht auf dem Spiel.