Kiyohiko Kudo (Marimba): Triple Jump Tickets - Sendenhorst, Atelier Silke Rehberg

Event-Datum
Sonntag, den 13. August 2017
Beginn: 18:00 Uhr
Event-Ort
Ahlener Damm 2,
48324 Sendenhorst
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: GWK (Kontakt)

Ermäßigungsberechtigt sind:

GWK-Mitglieder, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, Arbeitslose, Sozialdienstleistende.

Rollstuhlfahrer melden sich bitte direkt bei der GWK an. Tel: 0251-5913041 oder Sabrina.dettmar@lwl.org.

Die Ermäßigungsberechtigung ist am Einlass vorzuzeigen.
Ticketpreise
ab 20,00 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Küchenterz
Mit einem der jüngsten Instrumente ist der KÜCHENTERZ bei der Bildhauerin Silke Rehberg zu Gast. Die renommierte Künstlerin wurde vor 25 Jahren mit einem der ersten Förderpreise der GWK ausgezeichnet. In ihrem Atelier, der lichtdurchfluteten Tenne eines umgebauten Bauernhofs, unter Schlafenden und „Köpfen mit Körpern“ aus Ton präsentiert der GWK Preisträger Kiyohiko Kudo die neue Welt der Marimba und auf der Marimba faszinierende Welten.

In seinem Heimatland Japan und in Südamerika ist das Marimbaphon weit verbreitet. Als Soloinstrument mit einem ernstzunehmenden Repertoire etabliert es sich erst nach und nach auf den klassischen Konzertpodien Europas. In den vollen und warmen Sound der Marimba ist Kiyohiko Kudo verliebt. Auf dem primär perkussiven Instrument zaubert er mit seinen vier Schlägeln wie mit Legato gespielte Melodien, lange, dynamische Bögen, farbenreiche Cluster, in differenzierter Mehrstimmigkeit und lebendiger Rhythmik. Neben Bearbeitungen klassischen Repertoires zeigen Originalkompositionen die Komplexität seines Instruments. Kristallisch, Druckmans, an Debussy Monet inspirierte „Reflexionen“: eine der herausforderndsten Kompositionen für Marimba. Kontemplativ Naitos „Erinnerung an die Wälder“. Sanftes Schwellen, Echos und Seufzer in den Wirbeln – der Wind scheint durch die Blätter des Waldes, der für die Komponistin Zeitlosigkeit symbolisiert, zu streifen. Man meint zudem, buddhistische Tempeltrommeln zu hören. Naito wollte ein tiefes und spirituelles Stück schreiben; der Interpret muss darin all seine Sensibilität und Finesse zeigen. Stark der Puls im mexikanischen Tanz Stouts, eine Klimax, lustvoll-rasant. Der Dreisprung zum Schluss, die Suite, die im ersten Satz eine Indie-Band evoziert, im zweiten das Pitschen von Steinchen auf einem stillen See, um im dritten Satz Kudo vollends zum Tanzen zu bringen. Elegant und charismatisch lässt der Virtuose Muskeln und Sehnen und Schlägel tanzen.

Programm
Joh. Sebastian Bach (1685–1750): Jesus bleibet meine Freude BWV 147, Wachet auf, ruft uns die Stimme BWV 645
Heitor Villa-Lobos (1887–1959): Prelude Nr. 1, Nr. 2, Nr. 5 für Gitarre
Claude Debussy (1862–1918): La fille aux cheveux de lin Klavier
Gaspar Cassadó (1897–1966): Suite für Violoncello
Gordon Stout (*1952): Two Mexican Dances für Marimba
Jacob Druckman (1928–1996): Reflections on the Nature of Water Nr. 1 „Crystalline“
Akemi Naito (*1956): Memory of the Woods
Kenji Bunch (*1973): Triple Jump für Solo Marimba

Atelier Silke Rehberg, Sendenhorst