Klavierabend: Martin Helmchen Tickets - Schwetzingen, Mozartsaal, Schloss Schwetzingen / Linker Zirkel

Event-Datum
Freitag, den 24. Mai 2019
Beginn: 19:30 Uhr
Event-Ort
Schloss-Straße 2,
68723 Schwetzingen
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: SWR Media Services GmbH, SWR Service (Kontakt)

Rollstuhlfahrer und anderweitig behinderte Personen mit dem Merkzeichen B in Ihrem Schwerbehindertenausweis, wenden sich bitte an den SWR Classic Service: Tel: 07221 - 300 100
Ticketpreise
von 18,00 EUR bis 64,00 EUR und Ermäßigungen
Weitersagen und mit Freunden teilen
Bild: Schwetzinger SWR Festspiele 2019
»Credo«
Johann Sebastian Bach 1685 – 1750
Fünf Choralvorspiele,
bearb. von Ferruccio Busoni
und Max Reger
 
Franz Liszt 1811 – 1886
»Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen«, Präludium nach J. S. Bach S 179
»Vexilla regis prodeunt« S 185
Deux Légendes R 17
 
César Franck 1822 – 1890
Präludium, Choral und
Fuge FWV 21
 
Olivier Messiaen 1908 – 1992
»Vingt regards sur l’Enfant-Jésus« (Auswahl)
 
Für Olivier Messiaen waren Musik und Transzendenz Geschwister. Besser als jede andere könne die Tonkunst ein Vorgefühl der Ewigkeit und des himmlischen Glücks vermitteln. Vor allem vermöge dies eine »Musik der Farben«, deren Wirkung den bunten Glasrosetten alter Kathedralen gleichkomme. Farben, das sind Klänge, Akkorde, Timbres, sie erblühen und vergehen in der Zeit, sind durchzogen vom Lineament melodischer Gestalten. Der Klavierzyklus über die Zwanzig Blicke auf das Jesuskind, die er 1944 parallel zu einer Theorie seiner Tonsprache ausarbeitete, erscheinen wie ein Kompendium dieser Auffassung. In ihnen verschränken sich Geheimnis, Atmosphäre und Suggestion. Denn die Kunst des Klavierspiels besteht nicht zuletzt darin, etwas aufscheinen zu lassen, was physikalisch nicht vorhanden ist. Darauf vertrauten Ferruccio Busoni und Max Reger, als sie in ihren Bearbeitungen Bachscher Choralvorspiele die Wirkung der Orgel einfangen wollten. Darauf vertraute Franz Liszt, als er seine Fantasie über Bachs Kantatensatz Weinen, Klagen … für Orgel und Klavier fasste. Die Grenzen zwischen Vergegenwärtigung (Bachs, der Orgel, der religiösen Aura) und Originalkomposition verfließen, ähnlich wie bei César Franck.
 
Einführung: 18:30 Uhr, Mozartsaal