Bild: Kleiner Mann - was nun? - Junges Theater GöttingenBild: Kleiner Mann - was nun? - Junges Theater Göttingen
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Information zur Veranstaltung

Ein Viertel des Romans wurde seinerzeit nicht gedruckt: Zu brisant, zu kritisch war er geschrieben. Erst 2016 wurde die Originalfassung einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Das Junge Theater greift in seiner Fassung auf die Urfassung des Romans zurück und bezieht in seiner Inszenierung das damals zu brisante Kapitel der ungekürzten Originalfassung mit ein.

Deutschland im Jahr 1930: Der junge Verkäufer Johannes Pinneberg und seine Freundin Lämmchen erwarten ein Kind. Kurz entschlossen heiratet das Paar, auch wenn das Geld immer knapper wird. Als Pinneberg seine Stellung als Buchhalter verliert, geht das Paar ins aufstrebende und pulsierende Berlin.  Trotz Weltwirtschaftskrise und erstarkender Nazis nimmt Lämmchen beherzt das Leben ihres verzweifelnden Mannes in die Hand und kämpft um ihr zärtlich-idyllisches Glück.

Am Beispiel des jungen Paares, werden Krisenerfahrungen wie hohe Arbeitslosigkeit, Armut, Werteverlust und politische Orientierungslosigkeit am Ende der Weimarer Republik geschildert.

In unserer Fassung führt ihr gemeinsamer Weg tief ins zeitgenössische Berlin, in die politische Krise, die Existenznot und in den sozialen Abstieg, aber auch in das wilde Nachtleben und in die von den „Roaring Twenties“ geprägten Subkulturen.

Der Roman machte Hans Fallada 1932, in einer Zeit größter wirtschaftlicher und politischer Anspannung zu einem weltbekannten Erfolgsautor. Es war ihm gelungen, einen Roman zu schreiben, der bis in die Gegenwart nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. Ein Roman, der auf drastische Weise vorführt, wie Zeiten von  gesellschaftlichen Krisen, Unsicherheiten und Ängsten den Aufstieg rechtsnationaler Kräfte begünstigen können.