Konrad Beikircher - #Beethoven- dat dat dat darf! Tickets - Frankfurt, Die Käs

Event-Datum
Sonntag, den 10. November 2019
Beginn: 18:00 Uhr
Event-Ort
Waldschmidtstr. 19,
60316 Frankfurt
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Die KÄS gGmbH (Kontakt)

Ermäßigungen erhalten: Schüler, Studenten, Auszubildende, Frankfurt-Pass-Inhaber, Mitglieder des KÄS-Fördervereins, Menschen mit einem Schwerbehindertenausweis (ab 60 %) sowie Rollstuhlfahrer + Begleitperson mit dem Merkzeichen B. Ein Nachweis ist beim Einlass vorzuzeigen.

Rollstuhlfahrer können Ihr Kommen gern unter 069 55 07 36 oder info@diekaes.de ankündigen.
Platzreservierungen sind nicht möglich.

GUTSCHEINE können online (www.diekäs.de // www.adticket.de) oder telefonisch eingelöst werden.
Ticketpreise
ab 25,10 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Konrad Beikircher
Mit drei Jahren habe ich die erste Schellackplatte auf den Küchenboden fallen lassen:
Beethoven’s Klaviersonate „Pathétique“, gespielt von Wilhelm Kempff. Alle fielen ins
Koma, ich hab’s überlebt. Mein Leben lang hat er mich seitdem begleitet, Ludwig der
Große. Jetzt ist es an der Zeit, zu erzählen, was dabei herausgekommen ist. Dass er
die Fünfte, die Neunte, den Fidelio oder die Wut über den verlorenen Groschen
geschrieben hat, weiß jeder. Dazu brauchen Sie nicht zu mir zu kommen, das steht
alles in den Programmheften der Konzertsäle. Privat war er allerdings alles andere als
der Fackelträger abendländischer Moral: der Schwerenöter war hinter Frauen her, aber
hallo! Meistens aber erfolglos und wenn die Sehnsucht allzu groß wurde, hat er sie
sich gemietet, er jonglierte mit dem Geld, dass es jeden Hütchenspieler begeistert
hätte, er schrieb immer wieder Rheinlieder und versteckte sie in berühmten
Kompositionen, weil der Rhein in Wien kein Schwein interessierte, er war verlobt mit
einer Bonnerin, die ebenfalls in Wien lebte, er war ein Helikopteronkel wie er im Buch
steht, er hat Fürsten erpresst und der Trinker Beethoven war ein launiger Griesgram,
der allein mit seinem Lachen Geld hätte verdienen können, so laut und ansteckend
war es.
Er war ‚harthörig’ und später taub, was ihn mißtrauisch ohne Ende machte und er war
rheinischer Republikaner von Grund auf.
Kurz: der große, unberührbare Titan, der größte Komponist und der Held der
Menschheit war im Alltag ein – was ein Glück! – ganz normaler Mensch. Ein Leben
lang hab ich zusammengetragen und verspreche Ihnen, dass ich Ihnen nur die
Wahrheit erzähle – wenn auch in meinen Worten. Wissen Sie, was Sie bisher nicht
wussten, glauben Sie, was Sie bisher nicht glauben wollten, erfahren Sie mehr: über
ihn und über – sich!
Was das alles mit „dat dat dat darf!“ zu tun hat? Kommen Sie doch vorbei, ich erzähl’
es Ihnen.

Foto: Dominic Reichenbach