Kontrapunkte Modern - Da pacem, Domine

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Information zur Veranstaltung

Sächsisches Vocalensemble
Dietlind Baumgarten – Orgel
Musikalische Leitung: Matthias Jung

Bezog sich die Komposition als ein licht / extensio auf die Motette Verleih uns Frieden gnädiglich aus der Geistlichen Chormusik 1648 von Heinrich Schütz, so setzt Füting diesen bewussten Aufhebungsprozess mit seinem neuen Werk fort: in allem frieden für gemischten Chor, fünf Gamben und vier Schlagzeuger basiert auf dem Chorwerk Da pacem, Domine von Heinrich Schütz, das anlässlich des Kurfürstentages im Jahr 1627 entstand. Kathleen Furthmanns Worte beziehen sich direkt auf den in der doppelchörigen Anlage der Schützschen Komposition zum Ausdruck kommenden Friedensruf: der dem Anlass entsprechenden Huldigung wurde die drängende Bitte nach Frieden gegenübergestellt.

Das Heinrich Schütz Musikfest 2012 wird erstmals als gewichtigen Schwerpunkt zeitgenössische Musik einbeziehen, die auf unterschiedliche Weise Bezug auf das Werk Heinrich Schütz‘ nimmt. Hierzu wurden zwei Auftragswerke an Komponisten mit direktem Bezug zu Mitteldeutschland vergeben: An den in New York lebenden Reiko Füting, der in Wernigerode seine Schulzeit verbrachte und an der Dresdner Musikhochschule studierte, und an Bernd Franke, der in Weißenfels geboren wurde und heute in Leipzig lebt und lehrt. Zudem erklingt in Gera das Oratorium Prosopopeia – A study of personification von Lucia Ronchetti, das mit großem Erfolg bei den Kasseler Musiktagen 2010 uraufgeführt wurde. Ergänzt werden die Konzerte durch die Aufführung des Calmus Ensembles, das ebenfalls Alte und Neue Musik zu Gehör bringt.