Konzert Hamburger Kammermusikfest mit ausgewählten Künstlern Tickets - Hamburg, Palais Esplanade

Event-Datum
Sonntag, den 12. November 2017
Beginn: 19:00 Uhr
Event-Ort
Esplanade 15,,
20354 Hamburg
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Musikförderung classic e.V. (Kontakt)

Inhaber der NDR Kulturkarte erhalten eine Ermäßigung von 25% auf den regulären Eintrittspreis. Eine Kombination mit anderen Ermäßigungen ist ausgeschlossen. Die Karte ist an der Abendkasse bzw. beim Einlass vorzuzeigen.
Ermäßigte Karten gelten für Schüler, Studenten, Azubis, Absolvierende eines freiwilligen Jahres, Erwerbslose und Gäste mit Behinderungen gegen Vorlage einer gültigen Bescheinigung, die an der Abendkasse bzw. beim Einlass vorzuzeigen ist.
Ticketpreise
ab 28,50 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Hamburger Kammermusikfest International
"grenzenlos" von der Spätromantik bis zur Moderne

Künstlerbesetzung

Mihaela Martin (Violine), Frans Helmerson (Violoncello), Claudia Stein (Flöte),
Annegret Kuttner (Klavier)

Vier hochkarätige Musikerinnen und Musiker, jeder für sich ein exzellenter Solist, spielen in dieser einzigartigen Formation im Gartensaal des Palais Esplanade, welcher eine große Nähe zu den Musikern und den Musikstücken entstehen lässt.
Die gebürtige Rumänin Mihaela Martin zählt zu den herausragendsten Violinvirtuosen ihrer Generation. Zu den wichtigsten Orchestern, mit denen sie konzertierte zählen das BBC Symphony, das Royal Philharmonic und das Montreal Symphony Orchestra sowie das Mozarteumorchester Salzburg und das Gewandhausorchester Leipzig. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Kurt Masur, Nikolaus Harnoncourt, Charles Dutoit und Neeme Järvi zusammen.
Großen Einfluss auf die künstlerische Entwicklung des schwedischen Cellisten Frans Helmerson hatten Sergiu Celibidache und sein Förderer Mstislav Rostropovich. Er spielt mit vielen namhaften Orchestern und erhält für seine Konzerte und Einspielungen hervorragende Kritiken. Seine Aufnahme von Dvoraks Cellokonzert (mit Neeme Järvi und dem Göteborg Symphonieorchester) wurde "zur besten auf dem heutigen Markt vorhandenen Aufnahme" gewählt. Hochgelobt ist auch seine Aufnahme von Schostakovichs Cello Konzert Nr. 1. Als international begehrte Solistin und Kammermusikpartnerin gastiert Claudia Stein in allen europäischen Musikzentren sowie in Israel, Japan und Amerika. Ihre musikalische Ausstrahlung veranlasst viele Komponisten ihr Uraufführungen zu widmen. Die Pianistin Annegret Kuttner überzeugt das Publikum durch ihre natürliche Art der Interpretation und die Leichtigkeit und Durchsichtigkeit ihres Spiels. Die gefragte Pianistin konzertiert neben ihrer Lehrtätigkeit regelmäßig solistisch und als Kammermusikerin in den verschiedensten deutschen Musik- und Kulturzentren sowie im Ausland.
Gleich zu Beginn des Konzertes erklingen mystisch-verträumt anmutende Klänge des in Rumänien geborenen George Enescu, das der Flötistin ein hohes Maß an geschicklichem Einfühlungsvermögen abverlangt. Enescu war ein Wanderer zwischen den Welten des Balkans und Westeuropas. Paris wurde zum Zentrum seines Lebens und Schaffens. Dort schrieb er auch 1904 sein einziges Flötenwerk das "Cantabile et Presto" für Flöte und Klavier. Der Schweizer Komponist Ernest Bloch schrieb die "Baal-Shem Suite" (3 Bilder aus dem chassidischen Leben) für Violine und Klavier in der Zeit, in der er die amerikanische Staatsbürgerschaft erhielt. In diesem Triptychon drückt er sein starkes Gefühl zum Jüdischen aus, eine Art hebräische Meditation in der die jüdische Seele, die rätselhafte, feurige, unruhige Seele zum Ausdruck kommt. Im 2. Satz Nigún (Improvisation) vermittelt Bloch am stärksten das Gefühl des ekstatischen religiösen Singens.
Carl Maria von Webers Trio für Flöte, Violoncello und Klavier g-Moll op. 63 ist inspiriert von Goethes Schäfers-Klagelied und stieß in der Musikfachwelt zuerst auf großes Unbehagen, was sich auf die Konzertsäle ausgewirkte und daher selten zu hören war. Sein Rang als ein bedeutendes Klaviertrio der Romantik wurde zuerst nicht hinreichend gewürdigt. Erst durch das Nachkomponieren auf typisch romantische Weise einer Liebessehnsucht und Volksliedästhetik hat Weber das Werk in den Rang eines romantischen Grand Trio erhoben.
Frédéric Chopin konnte wegen des Aufstands in Warschau nicht nach Polen von einer Auslandsreise zurückkehren. So blieb er bis zu seinem Tode in Paris. Die Sonate für Klavier und Violoncello g-Moll op. 65 ist seine einzige und auch letzte mit einer Opuszahl versehene Komposition. Chopins Zeitgenossen fanden die Cellosonate eher schwer verständlich, obwohl sie nur so strotzt vor Chopins typischen musikalischen Leidenschaft. Der erste lange Satz Allegro moderato hat wegen seiner etwas zu starken Gewichtung auf das Klavier eine leichte Unausgewogenheit, stellt daher aber auch ein musikhistorisches Dokument dar. In den weiteren drei Sätzen findet Frédéric Chopin zu weitaus organischeren Proportionen zurück.
Fanny Mendelssohn-Hensel hatte ganz andere Probleme, denn für sie war es unmöglich sich in der Öffentlichkeit als Komponistin zu bekennen. Das Trio für Violine, Violoncello und Klavier d-Moll op. 11 offenbart eine Komponistin auf der Höhe ihrer kraftvollen Schreibweise. Das umfassende Hauptthema und das Finale offenbaren eine absolute Komponistinnen-Persönlichkeit mit entschieden ausdrucksstarken Qualitäten.

Programm

George Enescu (1881-1955) Rumänien / Frankreich
"Cantabile et Presto" für Flöte und Klavier (1904)

Ernest Bloch (1880-1959) Schweiz / USA
aus der "Baal-Shem Suite" (3 Bilder aus dem chassidischen Leben) für Violine und Klavier
2. Satz Nigún (Improvisation)

Carl Maria von Weber (1786-1826) Deutschland
Trio für Flöte, Violoncello und Klavier g-Moll op. 63

Frédéric Chopin (1810-1849) Polen / Frankreich
Sonate für Klavier und Violoncello g-Moll op.65

Fanny Mendelssohn-Hensel (1805-1847) Deutschland
Trio für Violine, Violoncello und Klavier d-Moll op. 11

Palais Esplanade, Hamburg