LLOYD COLE - From Rattlesnakes to Guesswork Tickets - Hamburg, Fabrik

Event-Datum
Dienstag, den 10. März 2020
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Barnerstraße 36,
22765 Hamburg
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Fabrik Stiftung (Kontakt)

Ticketpreise
ab 44,90 EUR
Designticket
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Bild: Lloyd Cole
Zum Glück gibt es im Zeitalter von UK-Hochglanz-Kommerzpop noch den einen oder anderen Künstler, der einem mit lyrischem und musikalischem Charme den Glauben an gute Popmusik bewahren kann. Danke Lloyd Cole!

Der Engländer mit dem Gespür für außergewöhnliche Songs ist Philosoph, Musiker und Schriftsteller in einer Person. In den harmonischen Cole-Pop, der stark von Folk-Elementen bestimmt wird, fließen viele literarische Bilder mit ein und zwingen den Zuhörer zum Mithören und Mitdenken. Dabei verpackt Cole seinen textlichen Anspruch in so zuckersüße Melodien, dass es wirklich nicht schwerfällt, sich mit dieser Musik zu beschäftigen, ja ihr geradezu zu verfallen. Die warme unaufdringliche Stimme des nachdenklichen Künstlers tut ein Übriges, um Melodie, Melancholie und Message zu wirklich guter Popmusik zu verschmelzen.

Was Paul Weller für die Mods und Noel Gallagher für den Britpop ist, das ist Lloyd Cole für den UK-Soul. 1982 gründet er zusammen mit einigen Mitstudenten die Commotions, um soulige und poppige Sounds im United Kingdom wieder salonfähig zu machen. Bereits das zwei Jahre später veröffentlichte Debüt „Rattlesnakes“ lässt Kritiker und Konsumenten auf- und zuhorchen. Mit weiteren erfolgreichen Alben dominieren Cole & Co. in ihrer Heimat das Popgeschehen in den 80ern und erreichen Helden- und Kultstatus. Im darauffolgenden Jahrzehnt stellt sich der heute 58-jährige Brite stilistisch und global breiter auf und geht auf Solopfaden nach New York. Zu Beginn des neuen Millenniums setzt Cole künstlerisch noch einen oben drauf. Ausflüge in Electronica- und Rockgefilde stellen die Vielfältigkeit des passionierten Poppers unter Beweis. Die 2004er Live- und Studioreunion von Lloyd Cole And The Commotions „adelt“ ihn endgültig. Besonders die intensiven Live-Performances machen Cole und seine jeweiligen Begleitmusiker so speziell und besonders. Diverse Compilations mit Hits und oder Raritäten untermauern die Ausnahmestellung des Soulman weiter.

Unermüdlich auf den Bühnen der Heimat und der ganzen Welt unterwegs, sind ausverkaufte Shows vor allem in England inzwischen an der Tagesordnung. Seit 2006 lässt sich Cole wieder verstärkt in Deutschland blicken, wenn auch in bedauerlicherweise viel zu großen Abständen. Vor Kurzem hat das neue Album „Guesswork“ das Licht der Welt erblickt. Erneut gibt sich Cole cool und elektronisch ja stellenweise sogar etwas wavig. Besonders lyrisch aber auch klanglich ist „Guesswork“ eine weitere Meisterleistung in einer ohnehin schon beachtlichen Diskografie, mit der er unter dem Motto „From Rattlesnakes To Guesswork“ gerade karriereumspannende großartige Konzerte gibt. Von frühen Hits wie „Perfect Skin“ bis zu aktuellen Genialitäten wie „The Afterlife“ gibt es auf der Tour, die nächstes Jahr nach Deutschland führt, alles zu erleben, was Lloyd Cole und seinen Sound so außergewöhnlich machen. Vom Soulman über den Popstar bis hin zum Singer-Songwriter, der vor Loops, Beats und vor allem großen Melodien nicht zurückscheut, ist die Transformation ja vielmehr Perfektion endgültig abgeschlossen.

Folkig, famos und furchtlos – Lloyd Cole ist endlich angekommen und endlich wieder zurück in Deutschland! Dieses Mal geht es als Duo auf die Bühne. Cole mit seiner markanten Stimme und dem untrüglichen Melodie- und Style-Gespür und ein Weltklasseinstrumentalist zur Verstärkung – mit Sicherheit DAS Live-Highlight 2020!
Bild: Fabrik Hamburg

Die Fabrik in der Barnerstraße in Altona gilt als das erste und wohl bekannteste Kultur- und Kommunikationszentrum in Deutschland. 1971 wurde sie von zwei Privatleuten in dem Gebäude einer ehemaligen, ca. hundertfünfzig Jahre alten Maschinenfabrik gegründet. Das Gebäude aus der Gründerzeit beeindruckt durch seine besondere Architektur: ein hoher, kirchenschiffartiger Raum mit einer Holzträgerkonstruktion und umlaufenden Galerien in den zwei Stockwerken, die einen Blick auf das Geschehen in der Halle ermöglichen.

Zum abendlichen Veranstaltungsprogramm mit Musik, Theater, Lesungen, Diskussionen, Ausstellungen u.a. finden sich Besucher aus ganz Hamburg und Umgebung ein. 1977 brannte die FABRIK bis auf die Grundmauern ab, wurde aber nach dem alten und beliebten Vorbild wieder aufgebaut und 1979 wiedereröffnet. Das abendliche Veranstaltungsprogramm ist breit gefächert und spricht unterschiedliche Zielgruppen an.


Berühmte Künstler und Interpreten waren in der FABRIK zu Gast. Mikis Theodorakis, Chris de Burgh, Miles Davis, Gil Evans, B.B. King, Nina Simone, die Blues Brothers, Meat Loaf, Miriam Makeba, Salif Keita, Screaming Jay Hawkins, Herbie Hancock, Etta James, Georges Moustaki, John Lurie, John Cale, John Zorn, Yothu Yindi, Eric Burdon, Maceo Parker, Meredith Monk, Mari Boine, Dizzie Gillespie, Chet Baker, Dino Saluzzi, Michel Petrucciani, Lee Ritenour, Chaka Kahn, Robben Ford, Henry Rollins, Calexico, Terry Callier, Pere Ubu, Tortoise, Esbjörn Svensson, Ten Years After, Sergio Mendes, Mike Stern, Candy Dulfer, Gilberto Gil, Gil Scot Heron, Al Di Meola, Kris Kristoferson, Jazz Crusaders, Mother´s Finest, Spyro Gyra, Koinonia, Sonny Rollins, Willy DeVille, Pere Ubu, Lucinda Williams, Bonnie "Prince" Billy, sind nur einige Beispiele aus der langen Liste großer, bekannter Gäste der FABRIK.