LYAMBIKO - My Favourite Christmas Songs Tickets - Bochum, Christuskirche Bochum

Event-Datum
Samstag, den 15. Dezember 2018
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Platz des europäischen Versprechens 1,
44787 Bochum
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: artibute GmbH & Co KG (Kontakt)

Ticketpreise
ab 30,70 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Lyambiko
Die Kritiken, die Lyambiko sammelt, sind Dokumente der Wehrlosigkeit: „Quälend schön. Rausch der Sinne. Absoluter Genuss. Emotionaler Tiefgang. Perfekte Intonation. Samtweich kraftvolle Stimme. Erotisch. Grazil. Grandios … “ So geht das für und für, sie ist die erfolgreichste Jazz-Sängerin Deutschlands, weil sie - das schrieb der BOSTON GLOBE über sie - "die Dramatik einer Billie Holiday besitzt, die Erotik einer Julie London und die Schärfe einer Nina Simone.“

Kann man sich diese Stimme - quälend schön, samtweich kraftvoll, Rausch der Sinne - vorstellen, wie sie die Lieder singt, die das große und reine Gefühl bewahren, das Weihnachtsgefühl? Es sei so. Lyambiko singt ihre liebsten Weihnachtslieder, sie erfüllt sich einen lang gehegten Traum, sie singt ein Weihnachtsalbum ein.

Hören konnten wir bisher noch keines ihrer liebsten Lieder, der Sound des Albums, so viel hat sie verraten, erinnere wohl mal an Sting, ein andermal an Simon & Garfunkel. Die Songs, sagt sie, seien jazzy-leicht gekleidet, sie werde Ella Fitzgeralds „Have Yourself a Merry Little Christmas“ singen und Nat King Coles „The little Christmas tree“, sie wolle aber auch Klassiker interpretieren wie Mariah Careys "Santa Clause is Coming to Town” und Bing Crosbys „White Christmas“ und "The First Noel" und "Christmas Time Is Here" und …

... was sie uns noch verraten hat: dass auch „Last Christmas“ zu ihren Favoriten zählt, George Michaels bittersüße Ballade, und Chris Reas gefühlspralles „Driving Home for Christmas“. Geht das?

Nur wenn man's kann. Wenn man eine Stimme hat, die nie - auch nicht in der stillsten Nacht - die nie Gefahr läuft, die Ausfahrt Richtung Kitsch zu nehmen. Eine Stimme, die intim sein kann, wie es nur Liebende können, aber die Schärfe einer Nina Simone in petto hält. Die einfühlsam ist und malerisch, aber immer in der nötigen Distanz zu sich selber steht. Eindringlich ja, aufdringlich nein, sie tänzelt auf diesem schmalen Grat. Und um sie herum ihre Band, Piano, Gitarre, Cello, Kontrabass, es ist beinahe ein Krippenmotiv.

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LYAMBIKO ist in Thüringen aufgewachsen, hat Saxophon, Klarinette und klassischen Gesang gelernt, gründete mit 17 Jahren ihre erste Band, da hat sie Folk und Pop und Blues gesungen. Ihre erste Studioaufnahme hat sie bei einem Bandcontest gewonnen, 1999 zog sie nach Berlin, nein, anders: Sie trat wie eine Erscheinung auf die Jazz-Bühnen Berlins, ein US-amerikanischer Pianist, Marque Lowenthal, sank auf die Knie, neben ihm kniete ein kanadischer Bassist, Robin Draganic, daneben der deutsche Drummer Torsten Zwingenberger: „Lyambiko“ war geboren, die Band, die erfolgreich ist seit Jahren in teils wechselnder Besetzung.

Erstes Album 2002, „Out oft he Mood“ hieß es, jetzt sanken die Kritiker auf die Knie. Weitere Alben, diverse Preise, vor allem aber: Livekonzerte. Ihre Stimme ist - vielleicht gerade wegen ihrer marlene-artigen Unnahbarkeit - keine Stimme aus dem Studio, sondern für die Bühne. Und wie bei ihrem Album „Saffronia“ (2008) - eine Hommage an Nina Simone - und dann bei „Lyambiko Sings Gershwin“ (2012) und wiederum bei „Muse“ (2015) legt Lyambiko gerne einen roten Faden durch die Songs ihrer Alben. Auch „Love Letters“, ihr jüngstes Album, ist eine gesungene Erzählung, sie interpretiert Liebesbriefe, die sie aus ihrer Familiengeschichte - ihr Vater stammt aus Tansania, daher ihr Name - geborgen hat.

Ist das alles zu viel des Schönen? Ach, dafür ist Weihnachten da, es ist das Fest, das der Schönheit ihr Recht zurück gibt.