Bild: La Périchole - Theater TrierBild: La Périchole - Theater Trier
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Information zur Veranstaltung

In Lima feiert das Volk den Namenstag des Vizekönigs von Peru – nicht zuletzt auch, weil eben dieser Don Andres de Ribeira gerne inkognito erlebt, wie ihn sein Volk feiert. Périchole und Piquillo, zwei halbverhungerte Straßensänger, versuchen ihr Glück in der Menge. Die beiden lieben sich, haben aber kein Geld zum Heiraten. Der verkleidete Vizekönig findet die erschöpfte Périchole schlafend und verliebt sich sofort in sie. Er überredet Périchole, mit ihm zu essen und bietet ihr eine Stelle als Hausdame am Hof an. Périchole muss sich zwischen ihrer Liebe zu Piquillo und dem Überleben entscheiden – und geht mit dem Vizekönig. Der erhofft sich eine neue Mätresse, die aber zur Tarnung als Hofdame verheiratet sein muss. Der auf die Suche nach einem Heiratskandidaten eilends ausgesandte Kammerherr findet ausgerechnet den angetrunkenen Piquillo, der sich aus Kummer über den Abschied Péricholes das Leben nehmen will.

Im Palast des Vizekönigs erfährt Piquillo erst nach und nach, in welcher Lage er sich befindet: Er ist der einflussreiche Gatte der allerhöchsten Mätresse. Als er erkennt, dass es sich dabei um Périchole handelt, verweigert er sich dem abgekarteten Spiel und kommt dafür ins Gefängnis. Périchole besucht Piquillo dort und versucht mit ihm zu fliehen …

Jacques Offenbach und seine Librettisten relativieren in dieser Operette zwei Arten des Absolutismus: Auf der einen Seite den politischen Absolutismus in der Gestalt der unbedingten Herrschaft des Vizekönigs und auf der anderen Seite den emotionalen Absolutismus der unbedingten Liebe Piquillos. Beide Männer scheitern mit ihren Ansprüchen. Zwischen beiden pendelt Périchole, die den einen liebt, aber mit dem anderen geht, um nicht zu verhungern.

Ein Klassiker der Opéra bouffe um Liebe, Treue, Tyrannei und Kriechertum.

Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach Prosper Mérimée
In deutscher Sprache

(Quelle Text: theater-trier.de)