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Bild: Last Days Of April
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Information zur Veranstaltung

Seit nunmehr 20 Jahren bereichert die schwedische Band „Last Days Of April“ um Songwriter Karl Larsson die Welt mit ihrem zauberhaften Indie-Pop. Auch ihr neuntes Album „Sea Of Clouds“ reiht sich ein in eine Reihe herausragender Alben. Und doch klingt das neunte Studio-Album der Stockholmer so viel überlegter, gereift und ausgewogen.

Es scheint als hätten die „Last Days Of April“ schlicht eine Metamorphose durchlaufen, sind von der Raupe zum Schmetterling gereift, um dann mir nichts, dir nichts ihre volle Pracht zu entfalten. Und auch wenn die durchdringende Schönheit von „Sea Of Clouds“ ein finales Reifestadium nahelegen würde, wäre es zu einfach. Vielmehr hat Karl Larsson es mit seinen hervorragenden Mitmusikern geschafft, den Prozess der Wandlung in der Geschichte der Band mehrfach zu durchlaufen, vorwärts, dann wieder zurück und von unten nach oben. Und doch blieb trotz aller Veränderungen und wechselnder Besetzungen eine Konstante über all die Jahre erhalten: die Jagd nach dem zeitlos schönen, schwedischen Pop-Song – im Schneetreiben zwischen Neil Young und den Lemonheads.

Dabei herausgekommen ist ein wunderbarer Langspieler, der das bis dato authentischste und erdigste Werk der Gruppe darstellt. Dies liegt mit Sicherheit an der zurückhaltenden Instrumentierung der neun Stücke. Die Lieder werden neben Akustikgitarre und Piano von den sanft vorantreibenden Schlagzeugrhythmen und versunken, hallenden Gitarren getragen. Alles, um auf grandiose Art und Weise Larssons zarten, glasklaren Gesang zu unterstreichen.

„Sea Of Clouds“ besticht durch seine schimmernde Melancholie und changiert zwischen ruhigen, andächtigen Nummern („Sea Of Clouds“ & „Oh Well“) und ausufernden, gitarrenlastigeren Klängen wie bei „The Thunder & Storm“. Dazwischen charmante, einfach bestechende Pop-Songs/Kompositionen (Opener „The Artist“ & „Everybody Knows“), die vom Charakter an die klassischen „Last Days Of April“-Hits erinnern. Dabei bleiben die Stücke immer eingängig und laden zum Träumen und manchmal auch zum Tanzen ein.

Im Gegensatz zu den Vorgängern von „Sea Of Clouds“ verzichtete die Band beim Recording größtenteils auf digitale Technik und spielte die gesamte Platte in nur 2 ½ Tagen Live auf Tonband ein. Dabei wurde ausschließlich auf analoges Equipment zurückgegriffen. Indem sich die Band, im Gegensatz zu den vorherigen Releases, für eine Produktion ohne Overdubbing entschied, gelang es, den reduzierten, organischen Sound zu erzeugen, der das gesamte Album prägt. Indem man zahllose Synthesizer- und Gitarrenspuren der feinen Schlichtheit opferte, schafft es „Sea Of Clouds“ für den Hörer im Vergleich zu früheren Alben wie „If You Lose It“ oder „Might As Well Live“ gewissermaßen entschlackt daherzukommen. Obwohl gerade in dieser Reduktion ein gewaltiger Aufwand beim Aufnahme-Prozess steckt. Die rein analoge Form des Recordings kann in Schweden und ganz Europa nur noch von wenigen Studios realisiert werden. Bei Last Days of April setzte man auf die legendären Atlantis Studios in Stockholm, in welchen sich schon Bands wie ABBA oder The Cardigans tummelten. Schon bei den ersten Takten des Openers „The Artist“ wird sofort klar, dass dies eine goldrichtige Entscheidung war.

Nach zwei Dekaden Tourneen rund um den Globus haben LDOA mit ihrer jüngsten Platte das bisher stärkste und wahrhaftigste Werk abgeliefert. Einfach ein schönes Stück Musik – für „alte“ Fans und Neuentdecker.